Darum gehts
- Werner Schlegel tritt am Brünig-Schwinget gegen Michael Ledermann an
- Ledermann ist Staudenmanns Freund und soll dessen ärgsten Konkurrenten ärgern
- König Orlik geht als Favorit in seinen ersten Gang auf dem Brünig
Die Einteilung auf dem Brünig liefert bereits vor dem ersten Kampf eine spannende Geschichte. Im Mittelpunkt stehen Werner Schlegel (23) und die Frage, ob ihn diesmal jemand stoppen kann. Am Berner Kantonalen fegte der Ostschweizer eindrücklich über die Berner Spitze hinweg.
Michael Moser, Matthias Aeschbacher, Matthieu Burger und Adrian Walther blieben chancenlos. Weil Fabian Staudenmann im Schlussgang ein Gestellter zum Festsieg reichte, verpasste Schlegel den verdienten Triumph. Nun soll auf dem Brünig ein anderer Berner den Toggenburger ausbremsen: Michael Ledermann (25).
Er ist für eine Überraschung gut
Ausgerechnet einer der besten Kollegen von Fabian Staudenmann (26) bekommt im Anschwingen die Aufgabe, dessen grössten Rivalen zu ärgern. Die beiden kennen sich seit Kindertagen, trainieren regelmässig zusammen – und sie verbindet auch neben dem Sägemehl eine enge Freundschaft.
Gelingt Ledermann ein Gestellter oder gar eine Überraschung, würde das Staudenmann im Kampf um seinen ersten Brünig-Sieg gewaltig helfen. Dazu fähig ist Ledermann. Und trotzdem überrascht diese Einteilung.
Einfachere Aufgabe für Staudenmann
Denn gemessen an den Saisonresultaten gehört Ledermann eigentlich nicht in die drei prominentesten Anschwing-Paarungen. Der Eidgenosse kehrte erst Mitte Saison nach einem Kreuzbandriss zurück. Mit den Kranzgewinnen am Berner Kantonalen und auf der Rigi meldete er sich zwar zurück, ein Spitzenresultat fehlt bislang aber noch.
Eine seiner grössten Stärken ist nach wie vor die Defensive. Mit einer Grösse von 1,94 Metern und dem langen Oberkörper brachte er schon zahlreiche Spitzenschwinger zur Verzweiflung. Schlegel wird gefordert sein.
Im Gegensatz zu seinem grössten Rivalen bekommt Staudenmann eine schwierige, aber machbare Aufgabe vorgesetzt. Lukas Bissig dürfte dem Kilchberger-Sieger gut in die Finger passen. Als Favorit geht auch König Armon Orlik ins Duell mit dem Innerschweizer Marc Lustenberger.