Darum gehts
- Fabian Staudenmann gewinnt Bergklassiker auf der Rigi
- Paarung im fünften Gang sorgt für Kritik und Diskussionen
- Plan der Innerschweizer ging letztlich nicht auf
Nach dem Bergklassiker auf der Rigi könnten die Berner eigentlich rundum zufrieden nach Hause reisen. Schliesslich bestritten mit Fabian Staudenmann (26) und Lars Zaugg (24) gleich zwei «Mutzen» den Schlussgang. Mitfavorit Staudenmann setzte sich durch und feierte den Festsieg. Alles bestens also? Mitnichten.
Einige Berner sprechen im Nachhinein von einer «Schweinerei» und sogar von «Bschiss». Auslöser ist die Einteilung im fünften Gang. Da fünf der sieben Bestklassierten bis dahin aus dem Bernbiet stammen, sind interne Duelle unvermeidlich.
Dass ausgerechnet die beiden bis dahin stärksten Schwinger des Tages, Michael Moser und Fabian Staudenmann, aufeinandertreffen, sorgt dennoch für heftige Kritik. Selbst ehemalige Innerschweizer Spitzenschwinger können diese Entscheidung nicht nachvollziehen.
Ein brutal intensives Duell
Für viele ist unverständlich, weshalb ausgerechnet Moser und Staudenmann sich gegenseitig aus dem Rennen um den Schlussgang nehmen sollen. Öffentlich äussern möchte sich dazu allerdings vorerst niemand. Schwingerkönig Christian Stucki schüttelt lediglich den Kopf und winkt ab.
Auf die umstrittene Paarung angesprochen, gibt sich Festsieger Fabian Staudenmann zurückhaltend. «Ich habe nicht mit diesem Duell gerechnet. Natürlich wäre es schön, wenn man solche verbandsinternen Paarungen vermeiden könnte. Aber das gehört zum Schwingsport dazu.»
Deshalb habe er versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Auf dem Platz liefern sich die beiden Berner einen offenen Schlagabtausch. Nur ein Sieg hält die Hoffnung auf den Schlussgang am Leben. Am Ende setzt sich Staudenmann durch.
Plan der Innerschweizer ging nicht auf
Blick konfrontiert Einteilungschef Stefan Muff mit der Kritik. «Diese Paarung war schon früh klar», erklärt er. Weil gleich vier Berner um den Schlussgang kämpften, habe es fast zwingend eine verbandsinterne Paarung gebraucht. «Mit unserer Variante hatten aber alle drei Teilverbände noch Chancen auf den Schlussgang. Solange man die Spannung des Festes auf faire Weise aufrechterhalten kann, sollte man das tun.»
Der Innerschweizer Lukas Bissig erhielt deshalb mit Dominik Gasser einen Gegner, der ihm den Weg in den Schlussgang ebnen sollte. Doch der Plan der Einteiler ging nicht auf. Bissig kam nicht über einen Gestellten hinaus. Weil Sinisha Lüscher gegen Christian Gerber die Maximalnote verpasste, zog überraschend Lars Zaugg in den Schlussgang ein. Was dort geschah, ist bekannt.