Darum gehts
- Domenic Schneider gewinnt als 35. Schwinger den 100. Kranz auf Weissenstein
- Nach Auftaktniederlage und Nervenprobe triumphiert er im letzten entscheidenden Duell
- Der 32-Jährige erlebte ein Wechselbad der Gefühle und eine Festzelt-Überraschung
Der Weissenstein bebt, Tausende Kehlen skandieren seinen Namen und kurz darauf fliegen die Zwilchhosen im hohen Bogen durch die Luft. Der Thurgauer Schwinger-Riese Domenic «Dodo» Schneider hat es tatsächlich geschafft: Nach einem nervenaufreibenden Kampf bezwingt er Dominik Schwegler und sichert sich damit als erst 35. Athlet der Geschichte den legendären 100. Kranz.
Doch hinter den Tränen und dem ohrenbetäubenden Jubel des 32-jährigen Landwirts verbirgt sich ein extremes Wechselbad der Gefühle. Die Erleichterung ist gigantisch, denn der Weg zu diesem historischen Meilenstein drohte in den Tagen zuvor in einem regelrechten Fiasko zu enden. «In den letzten zwei Wochen wurde mein Traum eher zu einem Albtraum», gesteht der sichtlich bewegte Eidgenosse im Rückblick.
Auf Sägemehl-Schock folgt Festzelt-Überraschung
Tatsächlich stand der gesamte Festtag für Schneider unter keinem guten Stern und entwickelte sich rasch zu einem dramatischen Krimi. Nach einer völlig überraschenden Auftaktniederlage gegen Lukas Döbeli und einem herben Dämpfer im vierten Gang schien der Traum vom Jubiläumskranz plötzlich in weite Ferne zu rücken. Die Nerven lagen blank, als Schneider realisierte, dass sein alles entscheidendes Duell ausgerechnet als letztes Highlight direkt vor dem grossen Schlussgang angesetzt war – eine psychologische Zerreissprobe vor versammelter Kulisse.
Als wäre das nicht schon genug, folgte beim anschliessenden Einmarsch ins Festzelt der nächste emotionale Schock. Schneider suchte verzweifelt den Blickkontakt zu seinen Liebsten. «Ich realisierte, dass sie überhaupt nicht da sind. Das war sehr komisch», beschreibt er die beunruhigende Situation auf dem Weg zur Bühne. Doch hinter dem plötzlichen Verschwinden seiner Familie steckte ein heimlich geschmiedeter Plan, der schliesslich für einen absolut tränenreichen Hühnerhaut-Moment sorgte.
Wie dramatisch der Tag auf dem Weissenstein für den Thurgauer hinter den Kulissen wirklich war, vor welchem Dieb ihn seine Kinder warnten und wie die emotionale Überraschung im Festzelt im Detail ablief, liest du nur im exklusiven B+-Artikel.