Eidgenosse Schurtenberger spricht über seine Liebe zu den Geissen
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«Bis jetzt sind es 50 Stück»:Eidgenosse Schurtenberger über seine Liebe zu den Geissen

Vor besonderer Schwingsaison
Baby-Glück und ein süsses Geheimnis bei Schurtenberger

Für Sven Schurtenberger steht eine ganz besondere Schwingsaison bevor. Davor erklärt er seine Liebe zu Ziegen und verrät ein süsses Geheimnis.
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Frech! Eine Geiss knabbert am Bart des Schwingers Sven Schurtenberger.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schwinger Sven Schurtenberger liebt seine Ziegen
  • Seinem Sohn schenkt er ein Tier – noch fehlt der Name
  • Der Luzerner Eidgenosse hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt
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Nicola AbtReporter Sport

Es ist ein Kampf der ungewöhnlichen Sorte, den Sven Schurtenberger (34) an diesem Montagnachmittag austrägt. «Die wollen nicht das, was ich will», sagt der Spitzenschwinger lachend, während er in Richtung Ziegenstall läuft. Kurz darauf hüpfen die Tiere den Hang neben seinem Haus in Nottwil LU hinunter.

Der vierfache Eidgenosse nickt zufrieden und setzt sich ins Gras. Kaum ist er am Boden, springen zwei junge Geissen auf ihn zu. «Aua, das Ohr gehört mir», stöhnt Schurtenberger. Wenig später knabbert eine von ihnen an seinem Bart.

Auch ohne derart anhänglich zu sein, wären die beiden unter den 50 Ziegen herausgestochen. Ihr Fell ist nicht schwarz-weiss, sondern braun. Das ist aber nicht das Einzige, was sie besonders macht.

Baby-Glück beim Eidgenossen

Das eine Tier steht sinnbildlich für die gemeinsame Leidenschaft von Schurtenberger und seiner Schwester. «Wir sind mit Ziegen aufgewachsen. Unser Vater hatte bereits welche. Die Liebe zu ihnen ist bis heute geblieben.»

Deshalb haben sie sich eine gemsfarbige Gebirgsziege gekauft. «Weil sie mit dem Schoppen von Hand aufgezogen wurde, ist sie sehr zutraulich», erklärt Schurtenberger. Neben ihr steht eine zweite braunfarbige Ziege.

Dieses Tier ist eng verbunden mit einem der schönsten Momente im bisherigen Leben des neunfachen Kranzfestsiegers. «Mein Sohn Alex hat sie ausgewählt. Sprich, die Ziege hat ihn ausgesucht. Sobald er sprechen kann, wird er ihr einen Namen geben dürfen.» 

Seit letztem Jahr ist Schurtenberger Familienvater. Die Liebe zu den Tieren hat er seinem Junior bereits weitergegeben. «Wir sitzen teilweise gemeinsam draussen und beobachten die Geissen. Das sind wunderschöne Momente.» 

Ein grosses Tierreich

Gleichzeitig brachte die neue Lebenssituation Schurtenberger ins Grübeln. Nach der Saison sprach er deshalb mit seiner Freundin intensiv über seine Zukunft. «Ohne ihre Unterstützung könnte ich nicht weiterschwingen. Zum Glück steht sie nach wie vor hinter mir. Sie nimmt mir viele Aufgaben ab.»

Denn Arbeit gibt es genug: Neben den Ziegen gehören auch zwei Pferde, Enten, Gänse, Hühner und ein Hund zu Schurtenbergers Tierreich. Dazu kommt der Alltag mit dem kleinen Kind. Alleine wäre das kaum zu stemmen. Oft geht es nach der Arbeit direkt weiter ins Training.

Angetrieben wird er dabei von einem klaren Ziel: «Ich will die 100 Kränze erreichen.» Aktuell steht Schurtenberger bei 82 Auszeichnungen. Für diesen Meilenstein muss er wohl noch bis zum ESAF 2028 in Thun weiterschwingen. 

Keine Versteckspiele mehr

Ein weiterer Kranz winkt am Wochenende beim Ob- und Nidwaldner Kantonalen. Durch die Rücktritte von König Joel Wicki, Pirmin Reichmuth und weiteren Eidgenossen scheinen für Schurtenberger sogar wieder Festsiege möglich. 

Die Folge davon ist aber auch, dass noch einmal mehr Augen auf ihn gerichtet sein werden. «Ich kann mich nicht mehr verstecken. Mit dieser Situation muss ich lernen umzugehen.» Um so richtig angreifen zu können, stellte er einen neuen Athletiktrainer ein. 

Eine tierische Freude nach dem Wettkampf

Zudem machte er im mentalen Bereich weitere Fortschritte. Unter anderem arbeitete Schurtenberger an seinem Fokus während der Kämpfe. «Ich kann meine Gedanken viel besser steuern. Dadurch passieren mir weniger unnötige Fehler.»

Sollte ihm doch wieder einmal ein Fehler unterlaufen, werden ihm seine Geissen neue Zuversicht schenken. «Nach den Schwingfesten gehe ich sehr oft zu ihnen. Hier kann ich runterkommen und neue Kraft tanken.» Am Sonntag will er das mit einem Kranz auf dem Kopf tun. Und wer weiss, vielleicht sogar mit einem Siegerlächeln im Gesicht.

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