So erlebte Giger den Hagel-Unterbruch
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Bei Festsieg im Thurgau:So erlebte Giger den Hagel-Unterbruch

«Damit hat niemand gerechnet»
Schwinglegende muss wegen Giger-Mania schwer arbeiten

Samuel Giger liefert zum Saisonstart in Raperswilen TG im Sägemehl ab und sorgt daneben für einen Ausnahmezustand.
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Alle Augen sind auf Samuel Giger gerichtet. Der Unspunnen-Sieger durfte unzählige Unterschriften verteilen.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schwinglegende Matossi regelte am Thurgauer Frühlingsschwingfest den Verkehr
  • Ein Bauer stellte sein Feld für hundert zusätzliche Parkplätze zur Verfügung
  • 1750 Zuschauer verfolgten Gigers ersten Saisonauftritt trotz Hagel und Gewitter
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Nicola AbtReporter Sport

Auto um Auto rollt an. Am Strassenrand steht Schwinglegende Enrico Matossi (69) und kommt ins Schwitzen. Nicht nur wegen der Sonne – sondern weil ihm langsam der Platz ausgeht. Am Ende braucht es sogar einen Notfallplan, um alle Autos unterzubringen. In Raperswilen TG herrscht am Sonntag Giger-Mania.

Der Unspunnen-Sieger Samuel Giger steigt am Thurgauer Frühlingsschwingfest erstmals in dieser Saison in die Zwilchhosen. «Der Name Giger zieht», sagt Matossi, der dem austragenden Schwingklub Bodensee & Rhein angehört. «Viele wollten sehen, wie er sich schlägt. Und das Wetter war besser als erwartet.» Dass ausgerechnet er den Verkehr regelt, ist kein Zufall.

Ein Bauer musste aushelfen

Matossi hat sich selbst für den Parkplatzdienst eingeschrieben – von sechs Uhr morgens bis 14 Uhr. «Weil niemand zu Hause war, wollte ich am Nachmittag zu meinen zwei Hunden.» Bis dahin musste der dreifache Eidgenosse Schwerstarbeit verrichten.

Obwohl die Organisatoren noch einige Reserveparkplätze eingeplant hatten, ging ihnen der Platz aus. Eine schnelle Lösung musste her. «Zum Glück kennt man sich in Raperswilen. Jemand rief einen Bauern an und fragte, ob wir sein Feld benutzen dürfen.» Die zusätzlichen rund hundert Parkplätze waren bitter nötig. 

Ein grosser Nachteil

Angesprochen auf die Ausnahmesituation meint Matossi: «Das war der Wahnsinn. Damit hat niemand gerechnet. Es fühlte sich fast wie an einem Kantonalen an.» Trotz teilweise grosser Hektik blickt der 75-fache Kranzgewinner zufrieden auf den Tag zurück. «Als Schwingfestbesucher hasse ich es, wenn bereits beim Parkieren ein riesiges Puff herrscht. Das konnten wir verhindern.»

Aufgrund der vielen Autos sah Matossi bis zum Mittag keinen Kampf. «Das ist der grosse Nachteil an diesem Job.» Um die 1750 Leute verfolgten den Sieg von Giger. Wobei die Organisatoren auch davon profitieren, dass die Jungschwinger gleichzeitig ihren Wettkampf austrugen. So konnte man auf dem Festplatz unzählige Familien beobachten. Das kurze Gewitter inklusive Hagel liess die Schwingfans unbeeindruckt.

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