Schwitzen unter Spaniens Sonne
König Glarner verpasst Spitzenschwingern den letzten Schliff

Einst wurde Matthias Glarner dank viel Fleiss zum Schwingerkönig gekürt. Heute kümmert sich der Berner darum, dass seine Schützlinge beim schweisstreibenden Training alles geben, um beim Kampf um die Kränze vorne mit dabei zu sein.
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Remo Bernet, GlücksPost
Glückspost

Es ist schon eine kleine Tradition vor Saisonbeginn: Die Schweizer Spitzenschwinger Fabian Staudenmann (25), Curdin Orlik (33), Adrian Walther (24) und Lario Kramer (27) bereiten sich dort, wo andere Ferien machen, auf die anstehenden Wettkämpfe vor. Statt Sägemehl im Schwingkeller ruft Sand in den Dünen von Maspalomas (Spanien).

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Schwitzen in den Dünen: Lario Kramer, Curdin Orlik, Fabian Staudenmann, Adrian Walther mit ihren Trainern Roland Fuchs und Matthias Glarner (v.l.n.r.).
Foto: Instagram

Federführend im zweiwöchigen Trainingslager auf Gran Canaria ist der Schwingerkönig aus dem Jahr 2016, Matthias Glarner (40). Gemeinsam mit seinem ehemaligen Athletikcoach Roland Fuchs (60) hilft er Sportlern in seinem eigenen Unternehmen dabei, ihre Leistungen zu optimieren.

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Glarner schwärmt nach den zwei Wochen: «Das Trainingslager auf Gran Canaria war super. Die Jungs haben im Sand oder im Gym 14 Trainingseinheiten absolviert. Die Stimmung war toll, die Dynamik ebenfalls.» Seiner Meinung nach hat sich der rund vierstündige Flug auf die Kanaren sehr gelohnt.

Auf Alkohol verzichtet

Und während ringsherum Touristen der Sonne frönten und die Seele baumeln liessen, betont Glarner, habe bei ihnen der Sport im Fokus gestanden. «Die Einheiten sind jeweils sehr intensiv, und wir versuchen als Trainerteam, den Jungs den letzten Schliff für die anstehende Schwingsaison zu verpassen.» Doch wer hart trainiere, habe auch Erholung verdient – «sei dies beim Plausch-Golfen, am Pool oder bei einem alkoholfreien Apéro am Abend».

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Schon in den letzten Jahren reisten Staudenmann und seine Kollegen vor Saisonstart auf die Insel vor der Nordwestküste Afrikas. Trainer Glarner ist auch in diesem Jahr zufrieden mit dem Einsatz seiner Schützlinge: «Die Jungs haben in dieser Woche Eindrückliches geleistet.»

Saison startet bald

Zurück in der Schweiz folgt nun der letzte Feinschliff. Glarner ist überzeugt: «Anschliessend werden sie bereit sein für die kommende Saison. Ich bin gespannt.» Die ersten, kleineren Wettkämpfe fanden bereits statt, richtig losgeht es ab dem 26. April beim Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest in Hergiswil NW – dem ersten Kranzfest des Jahres. Der grosse Saisonhöhepunkt wird das Kilchberger Schwinget am 5. September, das nur alle sechs Jahre stattfindet.

Gerade für Fabian Staudenmann, der im vergangenen Jahr als Mitfavorit ans Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Mollis GL reiste, den Sieg als Zweiter dann jedoch um eine Haaresbreite verpasste, ist der Sieg beim prestigeträchtigen Wettkampf wohl das grosse Ziel. Mit diesem vor Augen fiel ihm wohl auch das schweisstreibende Training im Ferienparadies einfacher.

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