Springreit-WM in Aachen
Schweizer verpassen Medaille – aber lösen Olympia-Ticket

Die Schweiz qualifiziert sich in Aachen als WM-Sechste für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Das Podest bleibt unerreicht. Dafür reitet Steve Guerdat am Sonntag um eine Einzel-Medaille – er führt die Zwischenwertung sogar an.
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Das Olympia-Ticket mit dem Team gelöst, und dann führt Steve Guerdat noch die Einzelwertung an – vor dem Final am Sonntag.
Foto: imago/Stefan Lafrentz

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz wird Sechste im Team-Final der Springreit-WM in Aachen
  • Olympia-Qualifikation für Los Angeles 2028 durch Top-8-Platz gesichert
  • Steve Guerdat führt Einzelwertung, Finale am Sonntag mit Top25
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Der Team-Final der Springreit-WM fordert von den zehn qualifizierten Nationen viel, es ist der bisher anspruchsvollste Parcours. Als Achte der Zwischenwertung sind die Schweizer davon abhängig, dass die vor ihnen platzierte Konkurrenz patzt, damit die Medaillen in Griffweite kommen und das übergeordnete Ziel, die Olympia-Quali für Los Angeles 2028, ohne Bangen erreicht wird.

Dass Startreiter Steve Guerdat (44) auf Dynamix de Bélhème wiederum stark loslegt und auch am dritten WM-Tag ohne Fehler bleibt, lässt die Hoffnung wachsen. Denn anderen Rivalen läufts nicht gleich reibungslos. Auch Martin Fuchs (34) im Sattel von Conner Jei ist gefordert. Er kassiert einen Abwurf. Nach der Hälfte der Starter liegt die Schweiz auf dem vierten Platz und hätte damit das Olympia-Ticket gelöst. Dafür braucht es eigentlich den Vorstoss in die Top 7, da sich jedoch der gesetzte Olympia-Gastgeber USA auch vorne tummelt, sind es die Top 8.

Für Youngster und WM-Debütant Gaetan Joliat (21) muss der Ritt in der mit rund 40'000 Zuschauern ausverkauften Soers in Aachen (De) ein beeindruckender sein. Auch die Bedingungen im Flutlicht der riesigen Arena sind für die Pferde andere als noch an den beiden Vortagen. Nach einem Abwurf an einem Oxer und dem Verlust eines Eisens wirkt sein Wallach Chelsea kurz etwas verunsichert, der Halt im Gras ist ein anderer, der nächste Fehler folgt.

Das setzt Schlussreiter Jason Smith (36) unter Druck. Er hält ihm nicht stand. Wie schon am Vortag patzt er bereits am ersten Hindernis, zwei Strafpunkte für Zeitüberschreitung kommen noch hinzu. Die insgesamt sechs Strafpunkte gelangen in die Wertung, Joliat liefert das Streichresultat. Die Schweiz wird Sechste, sichert sich damit aber den Olympia-Platz. Weil alle makellos bleiben, steht Gastgeber Deutschland bereits nach drei Reitern als Team-Weltmeister fest.

Und die Einzel-Wertung? Da schafft es einzig Guerdat in den Final der Top 25 vom Sonntag – als Führender! Nach WM-Bronze 2018 ist er erneut auf Medaillenkurs. Fuchs verpasst den Einzel-Final bloss um vier Plätze.

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