Voisard über Tour-Premiere
Ein Moment hat Schweizer Rad-Ass besonders berührt

Was bleibt nach der ersten Tour de France? Für Yannis Voisard sind es nicht nur Rang 11 und ein Schweizer Spitzenresultat. Der Jurassier spricht über die Magie der Zuschauer, den Ausnahmefahrer Tadej Pogacar und womit er sich selbst überraschte.
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Yannis Voisard belegte bei seiner ersten Tour de France den 11. Platz.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Yannis Voisard beendet seine erste Tour de France auf Rang 11
  • Erster Fahrer aus Jura-Region, der die Tour de France vollendet
  • Er kam 38 Minuten und 2 Sekunden hinter Sieger Tadej Pogacar ins Ziel
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Yara VettigerRedaktorin Sport

Was für eine Premiere: Yannis Voisard hat bei seiner ersten Tour de France gleich für ein Ausrufezeichen gesorgt. Der 28-jährige Fahrer aus Fontenais JU beendet die Grande Boucle auf dem hervorragenden 11. Rang der Gesamtwertung – so gut war seit Mathias Frank (8. Platz 2015) kein Schweizer mehr. Gleichzeitig schreibt Voisard Geschichte. Er ist der erste Fahrer aus der Jura-Region, der die Tour de France beendet.

«Vor dem Start war die Idee, vielleicht in die Top 20 zu kommen», sagt Voisard im Gespräch mit Blick. An einen Platz so weit vorne habe er nicht gedacht. «Ich habe Tag für Tag gekämpft und kam immer näher an die Top 10 heran. Der 11. Platz bedeutet mir sehr viel. Ich bin glücklich und stolz.»

Von sich selbst beeindruckt

Der Tudor-Kapitän überzeugte vor allem mit seiner Konstanz. Über drei Wochen blieb der Jurassier bei den schwierigen Bergprüfungen stets in Schlagdistanz zur Weltspitze. Auf der 15. Etappe fuhr er auf das Plateau de Solaison auf Rang 11, später glänzte er auch am legendären Anstieg nach Alpe d’Huez mit Platz 13. Am Ende kam Voisard 38 Minuten und 2 Sekunden hinter Sieger Tadej Pogacar (27) ins Ziel in Paris.

Gerade diese Konstanz beeindruckte den Schweizer selbst am meisten. «Nicht eine einzelne Etappe, sondern drei Wochen lang konstant zu sein – ich wusste nicht, ob ich das kann. Ich hatte gehofft, vielleicht ein oder zwei gute Tage zu haben.»

Den Moment, der ihm aus dieser Tour am meisten bleibt, findet Voisard nicht in einem Resultat. «Wahrscheinlich der Lärm der Zuschauer an der Strasse. Manchmal war es einfach verrückt, unglaublich, wie viele Menschen da waren.» Besonders emotional waren für ihn die Fans aus der Heimat. «Ich habe sehr viele Schweizer gesehen, vor allem viele Jura-Flaggen. Das hat mich sehr berührt.» 

Roger Federer als Vergleich

Auch den überragenden Sieger Tadej Pogacar sieht Voisard nicht als Frustfaktor. «Das ist die Realität: Er ist auf einem anderen Level, er ist der Beste der Welt.» Für den Jurassier gehört der Slowene zu den ganz grossen Figuren des Sports. «In jeder Sportart gibt es Legenden. Wir Schweizer hatten ja auch Roger Federer. Es ist schön, solche Grössen zu haben, weil sie den Sport noch grösser machen.»

Nach dem Zieleinlauf auf den Champs-Élysées wurde gefeiert – aber lange dauerte die Nacht nicht. «Wir haben einfach den Abend mit dem Staff genossen. Aber alle waren müde.» Voisard fügt lachend hinzu: «Ich bin mehr als müde!»

Nun wartet eine Pause, bevor es im September mit der Tour of Great Britain weitergeht. Zuerst stehen Ferien, Erholung und neue Trainingskilometer auf dem Programm. Nach dieser historischen Tour dürfte Yannis Voisard aber auch mit einem neuen Status ins nächste Rennen gehen.

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