Traumjahr für Weltmeisterin Sina Frei
Ein Professor aus Südafrika steckt hinter historischem WM-Gold

Historischer Sieg in Val di Sole: Sina Frei (29) krönt ihr Traumjahr 2026 mit dem WM-Titel im Cross-Country. Dank neuem Training unter dem Südafrikaner Mike Posthumus fährt die Zürcherin in einer eigenen Liga.
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Erstmals Cross-Country-Weltmeisterin: Sina Frei geniesst den goldenen Tag in Italien.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Zürcherin Sina Frei (29) wird in Val di Sole Weltmeisterin im Cross-Country
  • Ihr neuer Trainer Mike Posthumus revolutionierte ihre Trainingsmethoden
  • 2026 bereits zwei EM-Titel, zwei WM-Medaillen und Olympia 2028 im Fokus
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Es ist ein historischer Sieg mit Ansage. Sina Frei (29) ist seit Wochen die formstärkste Mountainbikerin und wird in Val di Sole souverän Weltmeisterin in der olympischen Cross-Country-Disziplin. Als erst dritte Schweizerin. «Es war fast ein perfektes Rennen. Es ist der Wahnsinn, ich kann es noch gar nicht glauben und geniesse es einfach», jubelt die Zürcherin mit Wohnsitz Chur GR nach der Goldfahrt.

Ihr Rezept? Auf dem Papier einfach: «Ich wollte meinen Rhythmus fahren und in den Sektionen, die mir gut liegen, pushen und in den anderen mich gut erholen.» Eine solche Dominanz einer Schweizerin hat man bei den Frauen eigentlich seit den schon länger zurückliegenden Glanzjahren von Jolanda Neff (33) nie mehr gesehen. 

Ein neuer Trainer für eine neue Dimension

Völlig aus dem Nichts kommt Freis goldenes Jahr mit zwei EM-Titeln und zwei WM-Medaillen nicht. Die einstige U23-Weltmeisterin ist im Weltcup seit Jahren etabliert und holte 2021 Olympia-Silber und WM-Gold im Shorttrack. Aber die Sina-Frei-Ausgabe 2026 ist eine andere Hausnummer – wer nach den Gründen sucht, landet bald einmal bei einem Teammitglied des Rennstalls, bei dem Frei im Weltcup fährt. Der Südafrikaner Michael «Mike» Posthumus ist im Team von Velohersteller Specialized «Performance Director».

«Er hat meine Perspektive aufs Training verändert», sagte Frei vor der WM, «heute höre ich mehr auf meinen Körper.» Vorher galt bei ihr die Devise: Im Zweifel härter und mehr trainieren. Nun ist es Posthumus, ein früherer Hobby-Rugby-Spieler, Familienvater und studierter Sportwissenschafter mit Doktor- und Professorentitel, der die Zürcherin seit dieser Saison direkt coacht und auch jeweils an den Rennen vor Ort betreut. 

Zwar ist der Mann aus Kapstadt schon seit 2022 im Team tätig, das im Weltcup vier Männer und drei Frauen unter Vertrag hat. Vor allem bei den Männern hat sich das Team von Specialized zu einer regelrechten Siegesmaschine entwickelt. Wie gross der Anteil des Performance-Direktors ist? Sicher nicht klein. 

Südafrikanisches Superhirn für Regeneration und Co.

Wie intensiv Posthumus die Rennfahrerinnen und Rennfahrer im Team betreut, ist individuell. Frei holt sich nun neu für 2026 das volle Programm vom südafrikanischen Superhirn für Trainingssteuerung, Ernährung und Regeneration. Ihre Erfolge sprechen eine deutliche Sprache. Frei ist Cross-Country-Weltmeisterin. 

Was kommt da noch? Mit seinem wissenschaftlichen Ansatz steuert Posthumus bewusst auch langfristige Ziele. Die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles und gar bereits Brisbane 2032 sind auch irgendwo in der Planung integriert. Gute Aussichten für Sina Frei, der aber selbst im Traumjahr 2026 die Ziele nicht ausgehen: Im Weltcup liegt sie zwar im Shorttrack vorne, in der Cross-Country-Wertung aber noch hinter Jenny Rissveds (Sd, 32). Im Herbst folgen die letzten zwei Weltcup-Rennen in den USA. Jubelt Frei einmal mehr?

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