Ein Etappensieger, der Tränen vergiesst und dahinter ein packender Kampf um wertvolle Sekunden in der Gesamtwertung – die Königsetappe bei der diesjährigen Vuelta liefert das ab, was man sich von ihr versprochen hat.
Der 36-jährige Mikel Landa gewinnt das 20. Teilstück solo nach total 4850 Höhenmetern, verteilt auf 187 Kilometer, oben auf dem Collado del Alguacil. Bei der Zielüberquerung hat der Spanier Tränen in den Augen.
Sepp Kuss erreicht als Tagesachter das Ziel. Der US-Amerikaner, der vor drei Jahren überraschend, weil als Helfer angetreten, die Spanienrundfahrt für sich entschied, macht in der Gesamtwertung einen grossen Sprung von Rang elf auf Platz fünf.
Weiter vorne gibt es keine Veränderungen mehr, was die Positionen im Gesamtklassement anbelangt – obwohl Felix Gall (Tages-13.) vor Enric Mas (14.) und Primoz Roglic (15.) das Ziel erreicht. Der Österreicher bleibt hinter dem Slowenen Roglic Dritter, auch wenn er den Rückstand von 84 auf 29 Sekunden reduzieren kann.
Derweil steht Mas unmittelbar vor dem grössten Erfolg seiner Karriere. Nach drei zweiten und einem dritten Platz an der Vuelta erfüllt sich nun voraussichtlich der Traum des 31-jährigen Spaniers vom ersten Triumph bei einer Grand Tour.
Die dreiwöchige Spanienrundfahrt geht am Sonntag mit der 21. Etappe über mehrheitlich flache 112 Kilometer in Granada zu Ende.