Keine Frage, wer bei der diesjährigen Vuelta der stärkste Sprinter im Feld ist. Matthew Brennan gewinnt bei der Massenankunft am Mittwoch in Sevilla (17. Teilstück über 185 Kilometer) bereits seine fünfte Etappe bei der Spanienrundfahrt. Applaus für die Leistung des Briten, der ein famoses Grand-Tour-Debüt auf den Asphalt zaubert.
Allerdings sieht sich der 21-Jährige auch mit Kritik konfrontiert. «Es ist eine Sache, sehr stark zu sein, aber eine andere, etwas irreguläre Bewegungen zu machen», rügt Hugo Hofstetter im Eurosport-Interview den Sprint-Dominator. Was der Franzose des NSN-Cycling-Teams (Schweizer Lizenz) genau anspricht: Am Dienstag im Finish fuhr ihm Brennan mit seinem Rennvelo offenbar in die Parade.
«Du hast gewonnen, Matthew, aber du hast mich von Bryans (Bryan Coquard, Tageszweiter in Palos de la Frontera, Anmerkung der Redaktion) Hinterrad abgedrängt und dabei meinen Schuh beschädigt», schreibt Hofstetter in einer Instagram-Story und zeigt seinen Fans ein Bild des demolierten Schuhs.
Der 32-Jährige gibt an, er hätte wegen dieses Zwischenfalls kurzzeitig aus der Pedale ausklinken müssen und sei nachher im Kampf um den Etappensieg chancenlos gewesen. Hinter Wout van Aert, der seinem Visma-Lease-a-Bike-Teamkollegen den Sprint perfekt anzog, wurde Hofstetter Tagessiebter. Den Zielstrich am Tag danach in Sevilla überquert der Franzose als Neunter.
Da am Donnerstag ein Einzelzeitfahren über 32,1 Kilometer ansteht, rücken die Sprinter wieder in den Hintergrund und dafür der Kampf um wertvolle Sekunden bei den Gesamtklassementsfahrern in den Fokus. Das Polster des spanischen Vuelta-Spitzenreiters Enric Mas gegenüber dem Österreicher Felix Gall und dem Slowenen Primoz Roglic beträgt 2:06 respektive 2:10 Minuten.