Darum gehts
- Alessandra Keller gewinnt im März das Cape Epic in Südafrika
- Das achttägige Rennen gilt als «Tour de France des Mountainbike-Sports»
- Keller fokussiert sich auf Olympia 2028 und verzichtet auf Cape Epic 2027
Obwohl sie zuvor bereits Doppel-Doppel-Gesamtweltcupsiegerin war, katapultierte sich Alessandra Keller (30) mit ihrem WM-Titel und dem Bronze-Platz an der Heim-WM 2025 in neue Sphären. Der Beleg dafür? Die Mountainbikerin aus dem Kanton Nidwalden figuriert bei den Sports Awards erstmals unter den Top 6. «Nach meinen Gesamtweltcupsiegen war ich bei der Sportlerinnen-Wahl jeweils in den Top 10. Nun war ich erstmals in den ersten sechs», sagt Keller am Rand der Sports Awards zu Blick.
Als Lohn dafür gibts für Keller während der Show den Sitzplatz direkt neben dem Nidwaldner «Kantons-Kollegen» Marco Odermatt (28), den sie bereits kannte. Nicht persönlich kannte die Bikerin vor den Sports Awards allerdings Skistar Franjo von Allmen (24).
Keller geniesst das Treffen der besten Schweizer Sportler
Keller schildert: «Es ist einfach genial, dass wir Sportler uns an einem solchen Abend etwas näher kennenlernen können. Wir haben Franjos Olympiasiege bei 35 Grad im Trainingslager in Südafrika verfolgt. Nun erlebt man ihn und die anderen hier live und merkt: Das sind auch alles nur Menschen.»
Eine Trophäe als Sportlerin des Jahres gabs für Keller nicht, die holte sich fürs Jahr 2025 unangefochten Leichtathletik-WM-Star Ditaji Kambundji (23). Aber die Nidwaldnerin hat – ähnlich wie von Allmen mit seinen Olympia-Siegen – in diesem Jahr bereits wieder abgeräumt. An der Seite von Candice Lill (34) gewinnt Keller im März bei ihrer ersten Teilnahme souverän das Cape Epic in Südafrika.
Das ist ein achttägiges Etappenrennen, das als «Tour de France des Mountainbike-Sports» gilt. Ein brutal harter Marathon-Mythos kreuz und quer über die Trails mit Tausenden Höhenmetern – ein Effort, der schon manch Bikerin und Biker im darauffolgenden Weltcupjahr an die Grenze brachte. «Es war sehr intensiv, es braucht Erholung. Ich habe es in den Tagen danach etwas lockerer genommen.» Aber Keller baute von Anfang an genug Erholungszeit ein, sie wird aller Voraussicht nach auf den Weltcupauftakt Anfang Mai in Südkorea verzichten.
Der neue Fokus gilt den Olympischen Spielen 2028
Keller war nach dem Cape Epic weniger kaputt als gedacht, weil sie frühzeitig einen entscheidenden Vorsprung herausgeholt hatten. «Wir waren schon am Limit. Aber wir mussten in den letzten zwei Tagen nicht mehr ans Limit und konnten uns deshalb besser erholen.»
Gibts nun für das Thömus-Duo im 2027 die Mission Cape-Epic-Titelverteidigung? Keller winkt ab. «Dieses Jahr hat es gut gepasst. Aber ab jetzt steht bei mir Olympia 2028 im Fokus. Deshalb gibts keinen Gedanken daran, kommendes Jahr wieder am Cape Epic teilzunehmen.»