Darum gehts
- Wendy Holdener verzichtet am 15. Februar in Cortina auf Riesenslalom
- Trainer: Holdener fühlt sich fit, fokussiert sich auf Slalomtraining
- Bisher 14 Medaillen gewonnen, Slalom-Gold fehlt der 32-jährigen noch
Die Meldung an diesem Tag mit Kaiserwetter in Cortina kommt um 07:30 Uhr: Wendy Holdener (32) verzichtet auf den Riesenslalom. Als einzige der 76 eingeschriebenen Starterinnen. «Sie möchte sich auf den Slalom am Mittwoch fokussieren und die gewonnene Zeit heute in ein zusätzliches Slalomtraining investieren», schreibt Swiss-Ski. Alles erfolge in Absprache mit den Betreuern, heisst es.
Blick spricht mit Trainer Jörg Roten. «Wendy hat sich nicht bereit gefühlt, den Riesenslalom zu fahren», sagt er. Hoppala. Wie meint er das? Roten beruhigt: «Sie ist fit und motiviert, hat am Sonntag drei Trainingsläufe gemacht und freut sich auf den Slalom.»
Im Riesenslalom sei die Chance auf eine Medaille ohnehin klein gewesen, so der Walliser. Tatsächlich war Holdener in diesem Winter nie besser als 15.
Holt Holdener ihre schönste Medaille?
Im Slalom ist das ganz anders. Holdener weist zwar erst einen Podestplatz in Kranjska Gora auf, sie war aber oft nahe dran. Und im Kombi-Slalom zeigt sie mit der zweitbesten Laufzeit, dass ihr der flache Hang liegt. Roten: «Es wird nur eine Devise geben: Vollgas. Und Fehler darf man auf keinen Fall machen, denn dann könnte man rasch weit zurückfallen.»
Für ihn ist klar: Holdener weiss genau, was sie tut. «Wendy hat so viel Erfahrung. Sie denkt nur an den Mittwoch – da will sie abliefern.»
Fünf Olympia- und neun WM-Medaillen hat Holdener schon gewonnen. Slalom-Gold fehlt. Noch? Am Mittwoch gibt es die Antwort, auf der Olimpia delle Tofane. Es wäre Holdeners grösster Karriere-Sieg.
