Ärzte stoppten Töff-Comeback erneut
Dettwiler wird noch monatelang nicht starten können

Die Rückkehr auf die Rennstrecke ist monatelang vertagt: Noah Dettwiler will in Italien wieder fahren, doch die Ärzte blockieren seinen Plan wegen des im Oktober erlittenen Schädel-Hirn-Traumas.
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Sein Comeback muss viel länger warten als geplant: Noah Dettwiler braucht für seine Rückkehr auf den Renn-Töff viel Geduld.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Noah Dettwiler darf aus gesundheitlichen Gründen weiterhin nicht Rennen fahren
  • Startverbot nach Schädel-Hirn-Trauma bis mindestens Juli verlängert
  • Dettwiler trainiert in der verordneten Zwangspause weiter
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Die Comeback-Absichten von Noah Dettwiler (21) bekommen schon wieder einen empfindlichen Rückschlag. Der im letzten Herbst beim Malaysia-GP schwer gestürzte Töff-Rennfahrer kann auch an diesem Wochenende nicht in seinem neuen Job in der italienischen Meisterschaft loslegen.

«Nach vielen Checks mit den Rennärzten und auch Spezialisten von ausserhalb des Rennsports wurde entschieden, dass es ein zu grosses Risiko ist, jetzt Rennen zu fahren», sagt Dettwiler in einer Videobotschaft enttäuscht. 

Das Startverbot wird bis Juli ausgeweitet

Der Solothurner hatte sich von seinen lebensgefährlichen Verletzungen eigentlich ausgezeichnet erholt, so dass er diese Saison in Italien in der Supersport-Klasse seine Karriere neu lancieren wollte. Doch als Dettwiler im Mai in Mugello fürs Comeback bereitstand, kassierte er am Tag vor dem ersten Training von den Ärzten des italienischen Töff-Verbands ein Startverbot. 

Dieses wurde nun nach erneuten und detaillierten Medizin-Checks auf die Rennen am kommenden Wochenende in Imola und auf den Event im Juli in Misano ausgeweitet. Weil danach die Meisterschaft in die Sommerpause geht, steht Dettwilers Comeback in Italien frühestens beim Rennen im September in Cremona zur Debatte. «Das ist eine schwierige Situation für mich. Aber ich trainiere weiter», sagt er. 

«Haben gewusst, dass es ein schwieriges Jahr werden kann»

Doch was ist das Problem? Es ist das schwere Schädel-Hirn-Trauma vom letzten Oktober, das Spezialisten in der Schweiz im Winter eigentlich als ausgestanden betrachteten. «Die Ärzte des italienischen Verbands sehen es zwar auch nicht als hinderlich für Rennsport an. Aber sie pochen auf eine längere Pause. Es gibt viel Vorsicht, was mit Blick auf die Gesundheit absolut verständlich ist», sagt Dettwilers Manager Daniele Camuso zu Blick.

Im Klartext: Noch ist Dettwilers Körper vom Moto3-Horrorsturz noch nicht zu 100 Prozent genesen, die Folgen bei einem erneuten Highspeed-Sturz auf den Kopf nicht absehbar. Manager Camuso: «Wir haben immer gewusst, dass es ein schwieriges Jahr werden kann. Wir bleiben geduldig.»

Aber eben: Dettwiler hatte sich seine Rückkehr als Rennfahrer ganz anders vorgestellt. Etwa so wie 1994 der damalige Formel-1-Pilot Karl Wendlinger. Der Sauber-Fahrer verunglückte in Monaco schwer und lag mit Schädel-Hirn-Trauma ebenfalls in Lebensgefahr, doch stand beim Saisonauftakt 1995 wieder am Start.

Ob die frühe Rückkehr für die Gesundheit des Österreichers allerdings förderlich war, steht auf einem anderen Blatt. Beim 2009 schwer gestürzten Ski-Champion Daniel Albrecht beispielsweise dauerte es 22 Monate, bis er wieder am Weltcup-Start auftauchte.

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