Darum gehts
- Alinghi enthüllt neues Team für America's Cup 2027 in Neapel
- Erstmals muss auch eine Frau mit an Bord sein
- Das neue Team war bisher nur 9 Tage gemeinsam auf dem Wasser – in einem Monat segeln sie die erste Regatta
Jetzt wird es ernst: Nach Monaten der Zurückhaltung tritt das «Tudor Team Alinghi» aus dem Schatten und stellt am Donnerstag sein Team für die 38. Ausgabe des America's Cup vor, welcher im Juli 2027 vor Neapel über die Bühne geht.
Angeführt wird das Team vom britischen Olympiasieger Paul Goodison, der als Skipper und Steuermann fungiert. Der 48-jährige Brite bringt nicht nur Gold von den Olympischen Spielen 2008 mit, sondern auch viel Erfahrung.
Erstmals mit an Bord ist auch eine Frau. Diese Rolle übernimmt die Fribourgerin Nathalie Brugger (40). Weiter wird Goodison von einer internationalen Crew unterstützt. Der Neuseeländer Phil Robertson (38), Jungtalent Nicolas Rolaz (26) aus der Schweiz, der Italiener Pietro Sibello (46) sowie der Australier Jason Waterhouse (34) komplettieren das Aufgebot für die erste Bewährungsprobe.
Diese folgt schon bald: Mitte Mai reist das Team nach Sardinien, wo in Cagliari die erste Vorregatta startet. Spätestens dort wird sich zeigen, wie konkurrenzfähig die neue Alinghi-Crew tatsächlich ist.
Regeländerungen machen drastische Änderungen im Team nötig
Die Zusammensetzung der Crew ist kein Zufall. Vor wenigen Monaten wurde das Regelwerk des America's Cup grundlegend geändert, damit dieser auch in Zukunft neben boomenden Rennserien wie dem «SailGP» bestehen kann.
Erstmals bestimmt nicht mehr nur der Titelverteidiger die Regeln, sondern im Rahmen der neuen «America’s Cup Partnership» auch die Herausforderer. Im Zuge dessen wurden die Crews auf fünf Personen reduziert, eine Frauen- und Nachwuchsquote wurde eingeführt und ein Kostendach festgelegt. Zudem wurde die Nationenregel aufgelockert.
Die neue Equipe war erst neun Tage zusammen auf dem Wasser
Seit Alinghis Teilnahmebestätigung Ende 2025 hat sich hinter den Kulissen deshalb einiges getan: Das Team mit Genfer Heimat ist von ursprünglich sieben Leuten (Anfang Januar) in kürzester Zeit auf rund 50 Mitglieder angewachsen. Technik- und Segelchef Dave Endean spricht trotzdem noch von einem Rückstand auf die Konkurrenz – genau das sei aber zusätzlicher Ansporn.
Auch Skipper Goodison, der das Team zurück an die Spitze führen soll, zeigt sich optimistisch. Obwohl die neu formierte Equipe erst neun Tage gemeinsam auf dem Wasser war, habe sich an Bord bereits eine starke Dynamik entwickelt.