Neustart aber ohne Red Bull
Jetzt ist Alinghi-Start am America's Cup 2027 doch fix

Das Team Alinghi wird nun doch an der Ausscheidung für den kommenden America's Cup im übernächsten Jahr teilnehmen. Die Verantwortlichen teilen den Entscheid auf Instagram mit.
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Das Team Alinghi bestreitet die Ausscheidung für den 38. America's Cup.
Foto: QUIQUE GARCIA

Jetzt also doch: Das Schweizer Team Alinghi wird entgegen früherer Annahmen doch am America's Cup 2027 teilnehmen. Eigentlich waren die Schweizer nach der Ausgabe 2024 ausgestiegen – mit dem Hinweis, dass man es sich bei fundamentalen Regel- und Organisationsänderungen vielleicht nochmals überlegen würde.

Die Ausgabe 2027 findet im italienischen Neapel statt. Für den Kampf um die legende Trophäe im Mittelmeer hat Titelverteidiger Neuseeland den ganzen Cup auf den Kopf gestellt. Plötzlich gabs eine Kostenbremse, die Pflicht einer Frau an Bord, eine aufgeweichte Nationenregel (zwei Ausländer in der Crew erlaubt) – und eine neue Partnerschaft der teilnehmenden Teams.

Schweizer treten der neuen Rennorganisation ACP bei

Diese neuen Eckpunkte bedeuteten eine spektakuläre Revolution – die meisten Bedingungen von Alinghi für den Rücktritt vom Rücktritt waren erfüllt. Dennoch liessen sich die Genfer viel Zeit. Beim Stichtag am 1. November war Alinghi auf Tauchgang. Es dauerte nun bis zum 22. Dezember, bis es fix wurde: Der zweifache America's-Cup-Gewinner segelt 2027 doch wieder mit.

Die Alinghi-Bosse unterzeichneten den Beitritt zur «America's Cup Partnership». Diese ACP ist künftig für die Durchführung des Segel-Mythos zuständig. Es ist nicht mehr wie früher alleine der Titelverteidiger, der die Allmacht über die Organisation hat.

Mit dabei sind neben den Schweizern die Neuseeländer, Luna Rossa (It), Athena Racing (Gb), und K-Challenge (Fr). Alinghi macht ohne Red Bull Racing weiter. Die 50:50-Partnerschaft, die mit viel Brimborium für den America's Cup 2024 aufgegleist wurde, ist schon wieder Geschichte. Die Bullen haben sich schon vor Monaten zurückgezogen. Das Schweizer Syndikat wird nun unter dem Namen Tudor Team Alinghi antreten.

Nach dem Umdenken ihrer Entscheidungsträger wird Alinghi nun die Regatten um den sogenannten Louis Vuitton Cup bestreiten, in dem der Herausforderer des Teams New Zealand bestimmt wird.

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