Weltmeister Ehammer wird am Flughafen empfangen
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Auch Freundin ist in Kloten:Grosser Empfang für Weltmeister Ehammer

WM-Held Ehammer überglücklich und müde zurück
«Ich freue mich aufs Chillen mit Tatjana»

Simon Ehammer wird am Flughafen Zürich frenetisch empfangen. Zurück in der Heimat erzählt der Siebenkampf-Weltmeister vom immensen Rummel nach seinem Weltrekord und davon, wie er sein eigenes Sofa herbeisehnt.
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Simon Ehammer, hier mit Frau Tatjana, wird sowohl am Flughafen Zürich als auch in Teufen AR geehrt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Simon Ehammer mit WM-Gold und Weltrekord in Zürich empfangen
  • Kuhglocken und Jubel für die Leichtathletik-Stars am Flughafen
  • Drei Stunden Bus, Flug nach Zürich: Ehammer freut sich auf Erholung
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Marco PescioReporter Sport

Es ist 19.25 Uhr am Montagabend, als sich die Schiebetüre in der Ankunftshalle 1 am Flughafen Zürich öffnet – und dahinter drei reich dekorierte Leichtathletik-Stars auftauchen: Siebenkampf-Hallen-Weltmeister und -Weltrekordhalter Simon Ehammer (26), 800-m-Silberheldin Audrey Werro (21) und Stabhochsprung-Bronzegewinnerin Angelica Moser (28). Alle drei tragen ihr Edelmetall um den Hals und werden mit ordentlich Getöse auf Schweizer Boden empfangen.

Kuhglocken, Fähnchen und Banner zieren für einmal die ansonsten steril daherkommende Halle. Verschiedene Leichtathletik-Vereine sind extra angereist, natürlich mit vielen Jungathletinnen und -athleten, die vor allem auf Selfies und Autogramme von Ehammer aus sind. Der Appenzeller ist der grosse Überflieger der Hallen-WM in Torun. Er wird von allen Seiten belagert, nimmt sich aber geduldig Zeit für alle. Auch später in Teufen AR, als noch ein weiterer Empfang spät am Abend folgt.

Er schätze diese Anerkennung sehr, sagt der WM-Champion und erzählt dann: «Die letzten Tage waren wirklich extrem. Mir ist bewusst geworden, wie viele Leute an meinen Leistungen teilhaben – es haben so viele mit mir mitgelitten und mitgefiebert. Es ist absolut cool, das zu sehen!»

Er sei überflutet worden von Nachrichten, fürs «tatsächliche Realisieren» seiner Fabelperformance brauche er aber noch Zeit, so Ehammer: «Dass es mit dem Weltrekord so gut aufgegangen ist, kam zwar nicht ganz aus heiterem Himmel – und doch war es für mich ein Stück weit überraschend.»

Zurückschauen mit seiner Liebsten

Die letzten Tage seit dem grossen WM-Coup am Samstagabend waren für den Ostschweizer ähnlich intensiv wie der Wettkampf selbst. Er hat unzählige Hände geschüttelt, ist diversen Verpflichtungen als Weltmeister nachgekommen und hat zum Abschluss auch noch einen langen, anstrengenden Reisetag mit knapp dreistündiger Busfahrt von Torun nach Warschau und Flug nach Zürich hinter sich gebracht. «Die Erholung kam ein bisschen zu kurz», gibt Ehammer lachend zu, «denn man kann sich schon nicht gleich gehen lassen und entspannen, wie wenn man zu Hause ist.» Und genau dieses Daheim habe er die letzten Tage vermisst: «Ich freue mich jetzt am meisten darauf, mich aufs Sofa zu pflanzen und mit Tatjana zu chillen.» Er wolle mit seiner Frau, die schon früher zurückreiste, das Rekapitulieren der Ereignisse in Polen geniessen.

Und dann fügt er in typischer Ehammer-Manier an: «Und morgen werde ich wieder frisch aufstehen und weitermachen.» Von einer Verschnaufpause ist bei ihm nicht die Rede, der Trainingsalltag hat ihn sehr schnell wieder. Und die internationale Bühne ebenfalls. Nach einem Trainingslager auf La Palma wird er Ende April beim Meeting in Brescia (It) in die Outdoor-Saison starten.

Eine spezielle Anerkennung für den Coach

Bis dahin wird sich auch sein Coach Karl Wyler gänzlich erholt haben. Der langjährige Wegbegleiter von Ehammer gibt am Flughafen ebenfalls zu, von den letzten Tagen ein bisschen geschafft zu sein: «Es wurde immer spät. Aber immerhin kehrt meine Stimme langsam wieder zurück.»

Für ihn ist der WM-Titel mit einer besonderen persönlichen Ehrung einhergekommen: Haben Coaches früher oftmals nur bronzene Spezialmedaillen – als eine Art Trainer-Auszeichnung – erhalten, gab es in Torun für ihn erstmals eine «richtige Medaille» in Gold. Wyler erzählt stolz: «Ich habe sie am Abend auf mein Bett gelegt, damit ich am nächsten Morgen direkt nachschauen konnte, ob es nicht ein Traum war.»

Nun, es war keiner. Sein Schützling hat in Polen mit Gold und Weltrekord tatsächlich Leichtathletik-Geschichte geschrieben.

Hier läuft Ehammer zu Gold und Weltrekord
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Siebenkampf an der Hallen-WM:Hier läuft Ehammer zu Gold und Weltrekord
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