Darum gehts
- Simon Ehammer winkt die Teilnahme an einem neuen Top-Event
- Für die Veranstaltung Ultimate Championships stehen nur acht Plätze im Weitsprung zur Verfügung
- Ehammer ist derzeit auf Platz acht und muss an den Meetings gute Resultate liefern
Simon Ehammer (26) hat in den letzten Wochen seit seinem sensationellen Siebenkampf-Weltrekord an der Hallen-WM in Torun (Pol) unzählige Hände geschüttelt, Schulterklopfer bekommen und Lobeshymnen gehört. Der Coup des Appenzellers hat über die Grenzen hinaus viele in der Szene bewegt. Und die Tatsache, dass er nun bei Wettkämpfen und Events als Weltrekordhalter beworben werden kann, wird ihm viele Türen öffnen.
Allerdings gibt es da auch noch welche, die nicht automatisch aufgehen. Da wäre etwa die Limite für die Freiluft-EM in Birmingham, den ersten grossen Höhepunkt dieser Saison Mitte August. Diesbezüglich hat er am Wochenende in Brescia (It) im Mehrkampf bereits zugeschlagen. Mit seinem Sieg und dem Punktetotal von 8361 darf er einen Haken dahinter setzen. Ob er in England allerdings auch wirklich im Mehrkampf starten wird oder doch im Weitsprung, will er erst im Juni entscheiden.
Bei einem anderen, neuen Grossanlass hingegen ist der Eintritt grundlegend schwieriger: Vom 11. bis 13. September finden in Budapest erstmals die Ultimate Championships statt. Ein mit zehn Millionen US-Dollar (7,87 Millionen Franken) dotierter Mega-Event für die Besten der Besten, bei dem ein Sieger 150’000 Dollar (117’000 Franken) erhält – so viel wie sonst nirgends in der Leichtathletik. Dafür ist aber auch die Teilnehmerliste begrenzt.
Momentan auf dem Zitterplatz
In Ehammers Paradedisziplin Weitsprung gibts an diesem Event acht Startplätze. Davon sind schon mal zwei für Olympiasieger Miltiadis Tentoglu (28, Gr) und Weltmeister Mattia Furlani (21, It) reserviert. Die restlichen sechs Startränge basieren auf dem Ranking der Zeitspanne zwischen dem 2. September 2025 und dem 1. September 2026. Und genau hier wirds tückisch: Für Ehammer bedeutet dies, dass sein im letzten August erfolgter Sieg bei Weltklasse Zürich nicht in die Wertung mit einfliesst. Aktuell belegt er auf der «Road to the Ultimate» den achten und letzten startberechtigten Platz. Das heisst, er muss in dieser Saison – etwa bei geplanten Diamond-League-Teilnahmen wie in Monaco, Lausanne oder Zürich – Resultate liefern, um drin zu bleiben.
Ditaji Kambundji (23) hingegen hat das Ticket für Budapest schon fix im Sack; als Hürdenweltmeisterin erhält sie eine Wildcard für den Megaanlass.