Silber und Schweizerrekord
Audrey Werro ist die grosse Schweizer WM-Entdeckung

Werro feiert, Moser überrascht, Kambundji knapp vorbei: Die Schweizerinnen machen den Medaillensatz in Torun nach Ehammers Gold komplett.
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Jubelschrei bei Audrey Werro! Die Freiburgerin gewinnt Silber über 800 Meter.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Audrey Werro (21) gewinnt Silber bei Hallen-WM und bricht Schweizer Rekord
  • Angelica Moser holt Bronze im Stabhochsprung
  • Ditaji Kambundji wird Vierte
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Yara VettigerRedaktorin Sport

Als Audrey Werro (21) die Ziellinie überquert, stösst sie einen Schrei aus. Es scheint, als falle alles von der Frau aus Courtepin FR ab. Sie hat es tatsächlich geschafft: Sie holt bei der Elite ihre erste und lang ersehnte Medaille – und dann gleich noch Silber bei der Hallen-WM.

Werro ist definitiv an der Weltspitze angelangt und hat den Durchbruch geschafft. Die Fribourgerin ist beim Höhenflug der Schweizer Leichtathletik der neue Name am WM-Himmel. Insidern war ihr riesiges Potenzial längst bekannt. Jetzt ist sie endgültig die grosse Schweizer WM-Entdeckung. 

Letztes Jahr wollte es einfach nicht klappen

Mit einer phänomenalen Zeit von 1:56,64 Minuten stellt das 800-Meter-Ass nebenbei auch noch einen neuen Schweizer Rekord auf. «Ich bin überglücklich! Ich habe es jetzt lange versucht und die Medaille mehrmals nur um Haaresbreite verpasst. Endlich halte ich sie jetzt in den Händen.» Vergangenes Jahr in der Halle in Nanjing (China) wurde sie Vierte, in Tokio bei der WM Sechste.

Im Final muss sie sich nur wie erwartet von der Britin und Olympiasiegerin Keely Hodgkinson (24) geschlagen geben, die mit grossem Abstand gewinnt.

Mitten im Lauf muss Werro um die beste Position kämpfen. «Dadurch habe ich Energie verloren, habe mich dann aber für den dritten Platz entschieden, weil das Risiko in diesem Gedränge zu gross war.» In der letzten Runde zündet sie den Turbo und setzt sich an zweite Stelle. 

Kambundji scheitert im Hürdensprint

Auch Stabhochspringerin Angelica Moser darf etwas überraschend jubeln. Nach ihrer Fuss- und Oberschenkelverletzung springt sie mit Bandage über 4,70 Meter. Weil auch Amalie Svabikova (Tsch) und Imogen Ayris (Neus) bei 4,80 Metern scheitern, gewinnen alle drei Bronze: «Ich habe nicht damit gerechnet, dass es reicht.»

Bitter dafür das Rennen von Weltmeisterin Ditaji Kambundji: Über 60 Meter Hürden verpasst die Bernerin denkbar knapp das Podest und wird Vierte. Ihre 7,75 Sekunden sind top, doch gegen Devynne Charlton aus den Bahamas mit Weltrekord 7,65 Sekunden reicht es nicht für Edelmetall.

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