Senkrechtstarterin jagt WM-Gold
Diese Schlagzeile will 800-Meter-Ass Werro über sich lesen

An der Hallen-WM in Torun sind alle Blicke auf sie gerichtet: Audrey Werro. Die Freiburgerin ist angekommen, selbstbewusst, schnell – und eine der grössten Favoritinnen auf Edelmetall.
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Den Hallen-SM-Titel hat sie diesen Winter schon geholt: Jetzt will 800-Meter-Ass Audrey Werro in Torun angreifen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Audrey Werro zählt bei der Hallen-WM in Torun zu den Favoritinnen
  • Sie ist derzeit weltweit zweitschnellste Frau über 800 Meter
  • 2025: Vierte bei Hallen-WM, Sechste bei Outdoor-WM in Tokio
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Yara VettigerRedaktorin Sport

Audrey Werro kommt bei ihrer dritten Hallen-WM nicht mehr als Geheimtipp. Sie kommt als Ansage. Die 21-Jährige ist in den letzten Wochen in einen Flow gelaufen, der auffällt. Werro ist derzeit die zweitschnellste Frau der Welt über 800 Meter. Nur eine ist schneller: die Britin Keely Hodgkinson (24). Und genau an ihr misst sich Werro selbst. «Wenn ich in Torun schneller bin als sie, ist alles möglich.»

Dieser Spirit macht sie zu einer der grossen Favoritinnen der Hallen-WM. Zusammen mit Hürden-Weltmeisterin Ditaji Kambundji (23) sowie Siebenkämpfer Simon Ehammer (26) zählt Werro zu den grössten Schweizer Medaillenanwärtern. Das zeigt sie am Freitagmittag im Vorlauf bereits souverän. Ihr Sieg über 800 m gerät nie in Gefahr, nach 1:59,91 Minuten kommt sie als Erste ins Ziel und qualifiziert sich so locker für den Halbfinal.

Der Druck? Sie spüre ihn kaum. «Ich bin nicht nervös. Ich bin ready!» Es ist eine Situation, die Werro kennt. Bereits bei der Outdoor-WM in Tokio wird ihr die Favoritinnenrolle zugeteilt. Auch, weil sie kurz davor den Diamond-League-Final im Letzigrund gewann. «Es ist ja meine dritte Hallen-WM. Ich konnte schon einige Erfahrungen sammeln. Und diese Rolle ist nichts Neues.»

Vielleicht liegt diese Lockerheit auch an ihrer Entwicklung. Werro ist seit dieser Saison Vollprofi – mehr Zeit für Training und für Regeneration. «Es ist jetzt Vieles einfacher für mich.»

Schon mal ganz nah dran

Schon im letzten Jahr, notabene in ihrem Gymnasiums-Abschlussjahr, war Werro ganz nah an einer Medaille dran. Vierte an der Hallen-WM, Sechste an der Outdoor-WM in Tokio – bei ihrem Debüt gleich im Final. Und der Weg führt wieder über den Final. «Das Schwierige wird sein, dort überhaupt reinzukommen», sagt Werro. Und weiter: «Wenn ich aber im Final bin, dann ist alles möglich.» 

Und das Ziel sei eine Medaille. Es wäre für Werro die Erste in der Elite: «Medaille ist Medaille. Egal ob Indoor oder Outdoor. Es würde mich sehr glücklich machen», erzählt sie. Und ergänzt: «Aber wenn ich keine mache, dann ist das so. Dann sammle ich Erfahrungen für die nächsten Rennen in meiner Karriere.»

Sie weiss, wie offen diese Rennen sind. «Alles ist möglich im Wettkampf», sagt sie. «Was mich überraschen würde in Torun? Wenn ein Final ohne die Favoritinnen stattfindet – da zähle ich mich dazu.» Und dann bleibt da noch diese eine Frage, die über allem steht: Welche Schlagzeile würde Audrey Werro nach diesem Wochenende gerne über sich selbst lesen? «Natürlich «Audrey gewinnt die Goldmedaille!», sagt sie und lacht hell. Passt perfekt zu ihr, denn Werro selbst sagt es am besten: Alles ist möglich.

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