Nach Brüssel ist vor dem Millionen-Event in Budapest
Jetzt können Werro und Co. noch richtig abkassieren

Audrey Werro krönt ihre Diamond-League-Saison beim Finale in Brüssel mit einer weiteren Machtdemonstration. Aber das wars noch nicht.
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Audrey Werro ist die grosse Überfliegerin der Saison.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Audrey Werro triumphiert beim Diamond-League-Finale
  • Jetzt wartet Ultimate Championship in Budapest mit Mega-Preisgeld
  • Es ist der spektakuläre Abschluss einer schon jetzt grossartigen Saison
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Marco PescioReporter Sport

Die Zahlen, die Audrey Werro (22) liefert, werden immer verrückter. Es ist ihr siebter Diamond-League-Triumph in Serie über die 800 m. Für den Weltrekord reichts nicht, ihre Zeit von 1:54,75 Minuten (Meeting-Rekord) ist aber erneut zu gut für die Konkurrenz. Femke Broeders-Bol (Ho) klassiert sich sechs Hundertstel hinter der Freiburgerin. Und Veronica Vancardo wird starke Vierte (1:58,66).

Werro zeigt beim Finale, dass sie für das Bonus-Finale parat ist: die Ultimate Championship in Budapest am kommenden Samstag. Ultimate was? Die Veranstaltung taucht dieses Jahr zum ersten Mal in der internationalen Leichtathletik-Agenda auf. Sie ist, wenn man so will, ein Extraklasse-Meeting von World Athletics, das künftig in den geraden Jahren im Anschluss an das Diamond-League-Finale stattfinden soll. Also zwischen Saisons, die mit regulären Weltmeisterschaften ausgestattet sind.

Nur die Crème de la Crème erhält hier die Starterlaubnis. Olympiasieger, Weltmeister und Diamond-League-Sieger sind automatisch für das limitierte Teilnehmerfeld qualifiziert. In Laufwettkämpfen gibts nur maximal 16 Plätze, in technischen Bewerben nur deren acht. Aufgefüllt werden die jeweiligen Disziplinen mit den Bestklassierten der Weltrangliste für den entsprechenden Qualifikationszeitraum (September 2025 bis September 2026) respektive der «Road to Ultimate».

Mehr Geld als in der gesamten Diamond League

Logisch, dass Werro als absolute 800-m-Dominatorin dabei ist. Allerdings hatte sie im Gegensatz zu ihren Rivalinnen Keely Hodgkinson (Olympia-Gold) und Lilian Odira (WM-Titel) nicht von Anfang an ein Gratis-Ticket. Sie rutscht als Diamond-League-Titelverteidigerin ins Feld.

Angelockt werden die Besten der Besten für den neuen Anlass mit einem noch nie dagewesenen Prämienpaket. Der Event ist mit total zehn Millionen US-Dollar dotiert (umgerechnet rund 8,1 Millionen Franken), dabei kassieren die Sieger der jeweiligen Disziplin 150’000 Dollar (121’470 Franken), also so viel wie sonst nirgends in der Leichtathletik. Zum Vergleich: Das Preisgeld für die gesamte Diamond-League-Saison, die aus 15 weltweit verteilten Stationen besteht, beträgt 9,24 Millionen Dollar.

Profitieren davon werden in der ungarischen Hauptstadt gleich mehrere eidgenössische Aushängeschilder. Allerdings gibts hier die spezielle Situation, dass ausgerechnet die aktuell bestdekorierte Schweizerin nicht mit von der Partie sein wird: Ditaji Kambundji (24) hätte als Hürden-Weltmeisterin einen Freifahrtsschein für die Ultimate Championship und die netten Prämien gehabt. Trotzdem hat sie sich nach einer unglücklichen Saison – mit vierten Rängen an der Hallen-WM in Torun (Pol) und der EM in Birmingham – dazu entschieden, einen Schlussstrich unter ihr Wettkampfjahr zu ziehen.

Auch Aufsteigerin Hoenke dabei

Der Rest der Schweizer musste sich den Start erst noch verdienen. Stabhochsprung-Europameisterin Angelica Moser (28) etwa ist wie Werro die Erste im Ranking, der als Nicht-Olympiasiegerin oder -Weltmeisterin die Ehre zuteilwird. Weitspringer Simon Ehammer (26) darf seine starke Saison, die mit einem Hallen-Weltrekord im Siebenkampf begann, ebenfalls bei der Ultimate Championship krönen.

Und auch Hürdenläufer Jason Joseph (27) kann seine zuletzt gute Form, die ihn in Birmingham zum EM-Titel trug, noch einmal unter Beweis stellen. Gleiches gilt für den EM-Dritten Timothé Mumenthaler (23) sowie die EM-Vierte und Aufsteigerin Fabienne Hoenke (22), die beide über 200 m starten – und so von den Budapester Honigtöpfen naschen dürfen.

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