Audrey Werro triumphiert über 800 m
Audrey Werro krönt ihre starke Diamond-League-Saison beim Final in Brüssel mit einem weiteren Triumph. Nach den Siegen bei allen fünf Starts in der Diamond League in Rabat, Stockholm, Paris, Lausanne und Zürich gewinnt sie auch in Belgien. Auf der Zielgeraden kommt ihr die Holländerin Femke Broeders-Bol bedrohlich nah, am Ende liegt die Schweizerin knapp vorne und holt sich mit einer Zeit von 1:54,75 den Meeting-Rekord – für Werro ist dies die fünftbeste Zeit überhaupt. Damit verteidigt Werro ihren Titel vom Vorjahr und holt sich den zweiten Diamanten in Folge.
«Es war mein Ziel das Rennen zu gewinnen. Es war sehr cool. Mein Ziel war der erste Platz – das habe ich geschafft. Auf den ersten 300 m war ich sehr schnell, am Ende war es etwas schwierig, aber ich habe den ersten Platz geholt. Das ist das Wichtigste für mich.», freut sich Werro über ihren nächsten Diamanten. «Es ist nicht gleich wie letztes Jahr. Der Titel im letzten Jahr kam für mich eher überraschend. Diesmal war er mein Ziel und dementsprechend grösser war der Druck. Es war schwieriger als letzte Saison, doch jetzt bin ich sehr stolz auf mich», sagt die 22-Jährige zu ihrem nächsten Triumph. «Ich geniesse jetzt den Moment», schliesst Werro ab.
Veronica Vancardo klassiert sich beim Werro-Triumph mit 1:58,66 auf dem vierten Platz. «Ich bin sehr froh und glücklich. Es ist eine verrückte Saison. Wieder ein vierter Platz in der Diamond League – das ist verrückt», freut sich Vancardo im SRF-Interview über ihre Leistung. «Ich war etwas müde, jetzt geht es aber wieder etwas besser. Ich bin stolz, konnte ich das Rennen laufen», so die Freiburgerin weiter. Vancardo wird jedoch die Ultimate Championships in Budapest verpassen. «Es war Anfang Saison nie ein Ziel. Ich wollte heute nur Spass haben. Es ist schon verrückt, auf diesem Niveau zu laufen. Und ich bin froh, habe ich jetzt etwas Urlaub», so die 25-Jährige mit einem Augenzwinkern.
Angelica Moser wird im Stabhochsprung Zweite
Dritte in Rabat, Dritte in Rom, Siegerin in Paris, Dritte in Monaco, Zweite in Lausanne und ebenfalls Zweite bei Weltklasse Zürich. Immer, wenn Stabhochspringerin Angelica Moser in dieser Saison in der Diamond League an den Start ging, resultierte ein Podestplatz. Und beim Finale in Brüssel? Da gibts für die Freiluft-Europameisterin und Hallen-WM-Bronzemedaillengewinnerin zwar nicht den erhofften Diamanten für den Sieg, dafür aber den starken zweiten Rang. Mit einer Höhe von 4,80 m hat sie nur die Amerikanerin Hana Moll vor sich.
Dominic Lobalu verpasst als Achter über 5000 m Budapest-Quali
Dominic Lobalu zeigt mit einer Zeit von 12:56,07 Minuten ein achtbares Rennen über 5000 m, muss auf der Schlussrunde aber die Konkurrenz ziehen lassen – und sich letztlich mit Rang acht begnügen. Die Ultimate Championships in Budapest verpasst er damit. Er bleibt rund drei Sekunden über seiner persönlichen Saisonbestzeit. Den Sieg holt sich Birhanu Balew aus Bahrain (12:45,70) mit Jahresweltbestleistung.
Lobalu ist trotz des achten Ranges zufrieden mit seiner Leistung. «Ich habe vom Start an alles gegeben. Auf der letzten Runde waren meine Beine müde, ich hatte keine Kraft mehr. Mein Körper braucht jetzt Zeit und Training», sagt der 28-Jährige nach dem Rennen gegenüber SRF. Er sei sehr zufrieden, unter 13 Minuten zu laufen. «Das freut mich. Auch wenn ich die Qualifikation für Budapest verpasst habe, es gibt noch viele Rennen. Jetzt habe ich aber eine kurze Pause und will für die nächsten Rennen bereit sein», bleibt Lobalu optimistisch.
Timothé Mumenthaler schafft über 200 m Budapest-Qualifikation
Beim überlegenen Triumph des Amerikaners Kenneth Bednarek (19,62 Sekunden) über 200 m nimmt Timothé Mumenthaler nur eine Nebenrolle ein. Der Genfer sprintet auf Rang sieben (20,52), darf im Gegensatz zu Lobalu aber mit Budapest planen. «Für mich ist es eine Premiere im Final der Diamond League zu stehen. Das ist toll. Ich habe schon von klein auf von dieser Veranstaltung geträumt. Meine Zeit war nicht die Schnellste, die Kurve war ziemlich lang», sagt Mumenthaler gegenüber SRF. Der Lauf habe aber ihm Spass gemacht und er freue sich über die Qualifikation für Budapest – auch wenn die Saison lang sei. «Ich bin etwas müde. Ich will aber natürlich weiterhin mein Bestes geben – wie jeden Tag».
In Kambundji-Abwesenheit gewinnt US-Amerikanerin
Über 100 m Hürden der Frauen fehlt Weltmeisterin Ditaji Kambundji. Die Bernerin hat ihre Saison nach Weltklasse Zürich vorzeitig beendet. In ihrer Abwesenheit siegt die amerikanische Weltrekordhalterin Masai Russell mit einer Zeit von 12,20 Sekunden. Sie krallt sich den Meeting-Rekord und den Diamanten beim Finale.