Atcho-Jaquier gleichzeitig wie Kambundji zurück aus Mami-Pause
«Wenn es eine schaffen kann, dann ist es Mujinga»

Nach ihrer Schwangerschaft ist Sprinterin Sarah Atcho-Jaquier zurück auf der Tartanbahn. Mit Blick sprach sie über das Leben als rennende Mama, die Logistik dahinter – und über Mujinga Kambundji, die ebenfalls wieder angreift.
Kommentieren
1/7
Sarah Atcho-Jaquier gab in Annecy keine elf Monate nach der Geburt ihres Kindes ihr Sprint-Comeback.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sarah Atcho-Jaquier feierte Comeback am 20. Juni 2026 in Annecy
  • Sie hebt den Teamgeist und neue Perspektiven nach Schwangerschaft hervor
  • Auch Mujinga Kambundji plant Rückkehr nach Babypause
file84q6ciuzdb71cq3kl16kn-1.jpg
Davide MalinconicoRedaktor Sport

Keine elf Monate nach der Geburt ihres Sohnes Jules am 24. Juli 2025 feierte Sprinterin Sarah Atcho-Jaquier (31) ihr Comeback auf der Laufbahn. Beim Meeting in Annecy (Frankreich) bestritt die Schweizerin am 20. Juni ihr erstes offizielles Rennen als Mami seit der Babypause.

Nach ihrem Lauf beim Fribourg International Meeting am 1. Juli sprach die 31-Jährige mit Blick offen darüber, wie es sich anfühlt, nach der Schwangerschaft und einer längeren Abwesenheit in den Startblock zurückzukehren: «Schon die Gefühle sind nach einer Schwangerschaft komplett verschieden, es ist so viel interessanter.» Man könne an Körperteilen arbeiten, deren Training man bisher gar nicht gewohnt war, und gewinne eine völlig neue Perspektive – auch auf den Schmerz. Es gebe viele Facetten, die «wirklich positiv» seien.

Gleichzeitig betont die Athletin den enormen logistischen Aufwand hinter diesem Spagat. Es brauche deutlich mehr Organisation und echtes Teamwork: «Mit meinem Coach, meinem Manager, meinem Ehemann, meinem Baby. Es ist ein grosses Team.»

Auch Mujinga Kambundji legte Babypause ein

Ein ganz ähnliches Kapitel schreibt derzeit die Schweizer Sprint-Legende Mujinga Kambundji (34). Nachdem sie im November 2025 ihren Sohn Léon zur Welt gebracht hatte, ist auch sie auf die Bahn zurückgekehrt – am Wochenende absolvierte sie einen Test-Wettkampf in Bulle FR. Am Donnerstag geht sie überdies beim Meeting Spitzen Leichtathletik Luzern erneut an den Start.

Als amtierende Europameisterin über 200 m hat Kambundji dank einer Wildcard ihren Platz für die Europameisterschaften im August in Birmingham bereits sicher. Wie Blick berichtete, geht sie die Sache dennoch behutsam an: «Wenn ich teilnehme, möchte ich auch wirklich konkurrenzfähig sein. Aber ich bin da zuversichtlich.»

«Wenn es eine schaffen kann, dann ist es Mujinga»

Dass mit der «Grande Dame» der Schweizer Leichtathletik eine weitere Schweizer Topsprinterin nach der Babypause angreift, freut Atcho-Jaquier ganz besonders. Es sei genial, dass Kambundji auch ein Kind bekommen habe, weil sie wisse, dass ihre Staffelkollegin sehr rasch auf ein hohes Niveau zurückkommen werde.

Atcho-Jaquier sieht das Ganze als grosse Inspiration: «Es ist auch cool zu sehen, dass man ein Baby haben und zehn Monate später zurückkommen und megaschnell rennen kann. Und ich weiss: Wenn es eine schaffen kann, dann ist es Mujinga.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen