Darum gehts
- Marcell Jacobs läuft 100 Meter in 9,67 Sekunden
- Rückenwind von 4,1 m/s macht Zeit inoffiziell, dennoch drittschnellste weltweit
- Usain Bolts Weltrekord von 9,58 Sekunden (2009) bleibt ungeschlagen
Marcell Jacobs (31) hat erneut für Aufsehen gesorgt: Der italienische Olympiasieger setzte am 1. Juli 2026 in Eisenstadt ein weiteres Ausrufezeichen und lief die 100 Meter in beeindruckenden 9,67 Sekunden. Dieser Wert ist das drittschnellste Resultat, das jemals unter allen Bedingungen erzielt wurde – schneller war nur Usain Bolt mit 9,58 Sekunden (Berlin, 2009) und bei seinem olympischen Rekord von 9,63 Sekunden (London, 2012). Doch der Haken: Ein Rückenwind von 4,1 m/s – deutlich über dem erlaubten Limit von 2,0 m/s – macht die Zeit inoffiziell.
Jacobs, der bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 Gold gewann, zeigte sich dennoch begeistert: «Ich bin sehr glücklich, denn ich verbessere mich in jedem Rennen. Ja, der Wind war stark, aber nur Bolt war bisher schneller, also bin ich stolz auf meine Leistung.»
1. Usain Bolt (Jamaika) – 9,58 Sekunden (+0,9 m/s, Berlin 2009)
2. Usain Bolt – 9,63 (+1,5, London 2012)
3. Marcell Jacobs (Italien) – 9,67 (+4,1, Eisenstadt 2026)
4. Tyson Gay (USA) – 9,68 (+4,1, Eugene 2008)
5. Obadele Thompson (Barbados) – 9,69 (+5,0, El Paso 1996)
6. Usain Bolt – 9,69 (0,0, Peking 2008)
7. Tyson Gay – 9,69 (+2,0, Shanghai 2009)
8. Yohan Blake (Jamaika) – 9,69 (-0,1, Lausanne 2012)
9. Andre De Grasse (Kanada) – 9,69 (+4,8, Stockholm 2017)
10. Tyson Gay – 9,71 (+0,9, Berlin 2009).
1. Usain Bolt (Jamaika) – 9,58 Sekunden (+0,9 m/s, Berlin 2009)
2. Usain Bolt – 9,63 (+1,5, London 2012)
3. Marcell Jacobs (Italien) – 9,67 (+4,1, Eisenstadt 2026)
4. Tyson Gay (USA) – 9,68 (+4,1, Eugene 2008)
5. Obadele Thompson (Barbados) – 9,69 (+5,0, El Paso 1996)
6. Usain Bolt – 9,69 (0,0, Peking 2008)
7. Tyson Gay – 9,69 (+2,0, Shanghai 2009)
8. Yohan Blake (Jamaika) – 9,69 (-0,1, Lausanne 2012)
9. Andre De Grasse (Kanada) – 9,69 (+4,8, Stockholm 2017)
10. Tyson Gay – 9,71 (+0,9, Berlin 2009).
Die Bedingungen mögen die offizielle Anerkennung verhindern, doch Jacobs reiht sich auf einer bemerkenswerten Liste ein: Er führt nun die Rangliste der schnellsten windunterstützten Läufe aller Zeiten an, gefolgt von Tyson Gay (9,68 Sekunden bei +4,1 m/s, Eugene 2008) und Obadele Thompson (9,69 Sekunden bei +5,0 m/s, El Paso 1996). Auch Andre De Grasse (9,69 bei +4,8 m/s) und Kayinsola Ajayi (9,72 bei +2,2 m/s) gehören zu den Top-Performern in dieser Kategorie.
Jacobs’ Leistung ist dennoch ein Statement und unterstreicht seinen Status als einer der besten Sprinter der Welt. Mit dieser Zeit setzt sich der Italiener auch vor Legenden wie Yohan Blake und weiteren Stars, die unter regulären Windbedingungen ähnliche Ergebnisse erzielten.
Dieser Artikel ist zuerst auf «sportal.bg» erschienen. Die bulgarische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.