100-m-Kracher in Zürich
Letzigrund wird Schauplatz eines Gigantinnen-Duells

Pushen sie sich in neue Rekordsphären? Weltklasse Zürich wartet über 100 m mit dem auf dem Papier aktuell besten Frauen-Duell der Welt auf: Olympiasiegerin Julien Alfred misst sich mit Weltmeisterin Melissa Jefferson-Wooden.
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Julien Alfred (l.) vs. Melissa Jefferson-Wooden: Wer hat in Zürich die Nase vorn?
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Weltklasse Zürich bringt Sprint-Duell: Alfred gegen Jefferson-Wooden am 27. August
  • Jefferson-Wooden lief 2025 mit 10,61 Sekunden die viertschnellste Zeit aller Zeiten
  • Schweizerinnen Kambundji und Del Ponte auf Plätzen 72 und 77 der Bestenliste
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Marco PescioReporter Sport

Die internationale Leichtathletik-Saison biegt auf die heisse Zielgerade ein: Im August und September wartet im dichten Programm ein Spektakel nach dem anderen. Erst die EM in Birmingham (ab 10. August), dann der Diamond-League-Endspurt bis zum Finale in Brüssel (4. und 5. September) und die erstmalig ausgetragenen World Ultimate Championships in Budapest (ab 11. September).

Und mittendrin: Weltklasse Zürich, das nebst Schweizer Top-Aushängeschildern wie Ditaji Kambundji (24), Simon Ehammer (26) oder Audrey Werro (22) auch immer mehr internationale Superstars aus dem Hut zaubert. Nach Stabhochsprung-Weltrekordhalter Armand «Mondo» Duplantis (26) sind zwei weitere grosse Namen bestätigt: Am 27. August wird es im Zürcher Letzigrund zum Gigantinnen-Duell im 100-m-Sprint kommen. Vorjahressiegerin Julien Alfred (25), die 2024 in Paris zu Olympia-Gold raste, fordert die amtierende Weltmeisterin Melissa Jefferson-Wooden (25) heraus.

Doppelt Alfred im Letzigrund nach?

Wie gut dieser Wettstreit in der Sprint-Königsdiziplin ist, zeigt der Blick in die ewige Bestenliste: Dort steht nach wie vor der Name Florence Griffith-Joyner ganz zuoberst. Die US-Amerikanerin benötigte 1988 für die 100-m-Distanz sagenhafte 10,49 Sekunden.

Die Namen Alfred und Jefferson-Wooden figurieren ebenfalls in den Top 10. Alfred hat es mit ihrem Goldlauf von Paris in 10,72 in den erlauchten Zirkel geschafft. Jefferson-Wooden stellte ihre Fabelzeit von 10,61 Sekunden derweil im letzten September an der WM in Tokio auf. Und ist damit die viertschnellste Frau, die je über 100 m gelaufen ist.

Zum Vergleich: Die besten Schweizerinnen in der «Hall of Fame» dieser Disziplin folgen auf den Plätzen 72 (Mujinga Kambundji in 10,89) und 77 (Ajla Del Ponte in 10,90).

Während Jefferson-Wooden noch nie in Zürich am Start war, könnte Alfred nach ihrem letztjährigen Triumph nachdoppeln. Die Sprinterin aus dem Karibikstaat St. Lucia hatte im Vorjahr ohnehin die Herzen der Schweizer Leichtathletikfans erobert. Erst mit ihrem «Sportpanorama»-Auftritt und ihrer bewegenden Lebensgeschichte – als Zwölfjährige verstarb ihr Vater, mit 14 zog sie alleine los, um auf Jamaika alles auf die Karte Leichtathletik zu setzen –, und dann mit dem Feuerwerk, das sie auf der Letzi-Tartanbahn zündete.

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