Offside oder nicht?
Kontroverse um Penalty vor Schweizer Tor

Die Schweiz geht gegen Katar nach einer guten Viertelstunde in Führung. Auf den Fernsehbildern sieht es so aus, als stünde Remo Freuler vor dem Penalty-Foul im Abseits. Der Strafstoss hält dem VAR-Check aber stand.
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Bevor Remo Freuler im Strafraum gefällt wird, sieht es im Fernsehen nach Abseits aus.
Foto: AP Photo/Eakin Howard
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Neben dem Last-Minute-Ausgleich gibt beim WM-Auftakt der Schweizer Nati vor allem eine Szene zu reden: Remo Freuler legt den Ball in der 14. Minute an Katar-Goalie Mahmoud Abunada vorbei und wird von diesem von den Beinen geholt. Der honduranische Schiri Said Martinez zeigt sofort auf den Penaltypunkt. Denn das Foul, bei dem Abunada hässlich am Kopf getroffen wird, ist unstrittig.

Doch während der Torhüter benommen am Boden liegt, werden die Wiederholungen der Szene eingespielt. Und auf den TV-Bildern sieht es stark nach Offside aus, als Breel Embolo den Ball per Kopf auf Freuler im Fünf-Meter-Raum weiterleitet. Auch schon bei der Flanke von Denis Zakaria auf Embolo ist es knapp.

Doch der Entscheid hält dem VAR-Check stand. Und so darf Embolo dreieinhalb Minuten nach dem Pfiff zum Strafstoss anlaufen, er verwandelt diesen souverän zur 1:0-Führung. Es sollte aufgrund der miserablen Chancenverwertung das einzige Nati-Tor des Spiels bleiben.

Kurios: Die gewohnte Auflösung des abseitsverdächtigen Zuspiels im Fernsehen bleibt aus. Warum? Weiss man nicht.

Ex-Bundesliga-Schiri Thorsten Kinhöfer mutmasst als TV-Experte beim ZDF: «Die halbautomatische Abseitserkennung ist aktiv. Es kann aber sein, dass die ausgefallen ist. Wenn sie aus technischen Gründen nicht funktionieren sollte, hätte die Entscheidung auf dem Feld bestand.»

«Mittlere Katastrophe, wenn man das Resultat anschaut»
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Einschätzung nach WM-Auftakt:«Mittlere Katastrophe, wenn man das Resultat anschaut»
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