Darum gehts
- Julian Nagelsmann hat für seinen DFB-Abgang Millionen kassiert
- Lothar Matthäus glaubt nicht, dass Nagelsmann schon bald einen neuen Trainerposten bekommt
- Aktuell erholt sich der Ex-Bundestrainer auf Mallorca
Am Finaltag ist das peinliche Aus der deutschen Nationalmannschaft an der WM-Endrunde gegen Paraguay genau 20 Tage her. Die Nachwehen beim DFB halten aber noch immer an.
Julian Nagelsmann (38) musste seinen Posten als Bundestrainer kurz nach der Blamage in den USA räumen. Der öffentliche Druck war aufgrund der überraschenden Sechzehntelfinal-Pleite zu gross geworden.
Während Jürgen Klopp (59) gemäss deutschen Medien als Nachfolger zugesagt haben soll, stellt sich für Nagelsmann die Frage nach der Trainer-Zukunft. Entscheidungsdruck hat er aber keinen.
Besserer Punkteschnitt als Yakin
Beim Deutschen Fussball-Bund hätte Julian Nagelsmann noch einen Vertrag bis 2028 gehabt. Dieser wurde kurz nach der WM aufgelöst. Dafür kassiert der geschasste Trainer eine ordentliche Summe: Über sechs Millionen Euro soll der DFB für die Vertragsauflösung abdrücken.
Wie es für Julian Nagelsmann weitergeht, ist allerdings unklar. Mit dem deutschen Nationalteam kam er in 37 Spielen auf einen Punkteschnitt von etwas über zwei Punkten pro Match. Zum Vergleich: Nati-Trainer Murat Yakin hat einen Punkteschnitt von 1,66 Punkten, stand aber schon bei 65 Partien an der Seitenlinie der Nationalmannschaft.
Nagelsmanns Ruf hat gelitten
Nagelsmanns Ruf hat in den vergangenen Jahren aber gelitten. Schon das Aus bei den Bayern 2023 sorgte für viele Nebengeräusche. Der Vorwurf: Das einstige Trainer-Wunderkind habe zu wenig aus dem hoch veranlagten Kader geholt. Nun folgte auch mit der Nationalmannschaft ein unschönes Ende. In den entscheidenden Spielen hat er es nicht geschafft, die Siege zu erzwingen.
Für DFB-Legende Lothar Matthäus (150 Länderspiele, Welt- und Europameister) ist klar, dass Nagelsmann zumindest in diesem Sommer keinen neuen Job finden wird. «Ich gehe davon aus, dass Julian bis Weihnachten nirgendwo auf der Trainerbank sitzen wird», so die klare Ansage des 65-Jährigen gegenüber dem Portal Sky.
Matthäus geht davon aus, dass Nagelsmann «für sich nur die höchste Kategorie in Betracht zieht». Die Topklubs aber hätten ihre Trainerposten bereits alle vergeben.
Zuerst einmal Erholung auf Mallorca
Immerhin: Trotz des Endes der Zusammenarbeit beim deutschen Nationalteam gabs vom DFB-Sportdirektor Rudi Völler (66) noch warme Empfehlungsworte mit auf den Weg. Nagelsmann sei noch immer «ein absoluter Toptrainer». Ob er auch bald wieder einen Topklub trainiert?
Aktuell soll sich Nagelsmann auf Mallorca vom DFB-Frust erholen, wie die «Bild» exklusiv berichtet. Es eilt nicht mit einem neuen Arbeitgeber.



