SOCCER - UEFA Conference League - Getafe CF vs. Lugano
1:56
Zweiter Frühling im Tessin:Nach FCB-Abgang schlägt Ajeti in Lugano ein – was dahinter steckt

«Er hat alles richtig gemacht»
In Lugano blüht Ajeti plötzlich wieder auf

Albian Ajeti blüht beim FC Lugano nach schwierigen Monaten in Basel wieder auf. Sein Ex-Coach Thomas Häberli erklärt, warum sein ehemaliger Schützling den richtigen Schritt gemacht hat.
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Albian Ajeti ist in Lugano wieder ein Torgarant.
Foto: imago/ABACAPRESS
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Sechs Tore in zehn Partien: Der Start von Albian Ajeti (29) bei Lugano hätte kaum besser laufen können. Im Schnitt ist der Stürmer alle 60 Minuten an einem Treffer beteiligt. Eine beeindruckende Bilanz, wenn man bedenkt, dass ihm beim FC Basel zwischen Januar und Ende August gerade einmal ein Tor gelungen war.

«Die vergangenen Monate waren für Albian extrem schwierig», stellte Mattia Croci-Torti (44) fest, als Ajeti am letzten Transfertag zu Lugano wechselte. Das Selbstvertrauen des Stürmers war am Boden. Doch der Lugano-Coach schaffte es in kürzester Zeit, Ajeti aufzubauen und ihm neues Selbstvertrauen einzuflössen.

Ex-Trainer erinnert sich

Einer, der weiss, wie Ajeti tickt, ist Thomas Häberli (52). Die beiden arbeiteten einst bei der Basler U21 zusammen. «Albian braucht Vertrauen und eine enge Verbindung zum Trainer. Er ist ein sehr familiärer Typ und misst seine Leistung stark an den geschossenen Toren», beschreibt Häberli seinen früheren Schützling.

Unter Häberli traf Ajeti 23 Mal – so oft wie unter keinem anderen Trainer. «Er kam 16-jährig zu mir in die U21. Damals wollte er die Welt erobern und so schnell wie möglich in die 1. Mannschaft kommen. Wenn er Vertrauen spürt, kann er seine Qualitäten entfalten.»

Zuletzt war das in Basel definitiv nicht mehr der Fall. Auf den Meistertitel mit dem FCB folgte für Ajeti eine schwierige Phase. Mehrmals wurde er öffentlich dafür kritisiert, dass man mit seiner Leistung als Stürmer Nummer 1 beim FCB nicht zufrieden gewesen sei. Mit Trainer Stephan Lichtsteiner (42) passte es zum Schluss gar nicht mehr. Der Stürmer suchte deshalb eine neue Herausforderung, um anderswo wieder auf sich aufmerksam zu machen.

Ajeti ist auf einer Mission

In Lugano scheint ihm das zu gelingen. In der Sonnenstube der Schweiz erlebt Ajeti einen zweiten Frühling. «Er will es allen zeigen. Diese Motivation treibt ihn an. Seine Qualitäten hat er nämlich nie verloren. Manchmal stimmen einfach die Umstände nicht. Ich hoffe, dass er mit 29 noch einmal an die Leistungen seiner ersten Karrierejahre anknüpfen kann», sagt Häberli.

Ajetis erste Jahre als Profi versprachen einiges. Für rund 12 Millionen Franken wechselte er vom FCB zu West Ham, später führte ihn sein Weg zu Celtic Glasgow und Augsburg. Doch der Durchbruch auf höchstem Niveau blieb aus. Schliesslich kehrte er in die Schweiz zurück.

Entwicklung à la Tabakovic?

Findet er in Lugano nun jene Konstanz, die ihm zuletzt gefehlt hat? Häberli traut Ajeti eine ähnliche Entwicklung wie Haris Tabakovic (32) zu. Dieser startete mit 28 Jahren so richtig durch. «Ich kann mir gut vorstellen, dass Albian am Ende in der Skorerliste ganz vorne steht. Lugano hat eine Mannschaft, die ihn mit Bällen versorgt. Da ist vieles möglich.»

Nicht nur Ajeti, auch seinem neuen Klub traut Häberli einiges zu. «Ich wünsche Lugano, dass sie diesen Lauf durchziehen und den Titel holen können.» Ob Ajeti spätestens dann mit seinem Wechsel ins Tessin tatsächlich alles richtig gemacht hat? Für Häberli ist die Antwort schon jetzt klar: «Ich denke, er hat schon jetzt alles richtig gemacht.»

«Jeder Basler will für den FCB auflaufen»

Am Sonntag kommt es in der AIL Arena bereits zum zweiten Wiedersehen mit dem FCB. Anders als beim ersten Duell könnte Ajeti diesmal sogar in der Startelf stehen. «Für jeden Basler ist es etwas Besonderes, gegen den FCB zu spielen. Eigentlich will jeder Basler für diesen Klub auflaufen – ausser vielleicht, wenn er im Ausland spielt», sagt Häberli.

Auch der Basler Klubführung müsste das eigentlich bewusst sein. Kommt hinzu, dass der FCB einen Stürmer in Ajetis Formzustand gerade jetzt gut gebrauchen könnte. Stattdessen muss er nun mitansehen, wie Ajeti auf Leihbasis einen direkten Konkurrenten glücklich macht.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
11
25
31
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
12
7
23
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
12
-3
19
5
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
6
Servette FC
Servette FC
12
1
16
7
FC Basel
FC Basel
11
-3
14
8
FC Luzern
FC Luzern
12
-6
13
9
FC Vaduz
FC Vaduz
12
-1
10
10
FC Thun
FC Thun
11
-11
10
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
12
-13
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
11
-10
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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