Darum gehts
- Lugano schlägt Thun 3:2 und holt den zehnten Sieg im elften Spiel
- Thun macht Fehler; Albian Ajeti trifft nach Patzer von Nicolas Bürgy Patzer zum 3:1
- Thun-Trainer Gian-Luca Privitelli lobt Energie, fordert aber Mut und Pressing
Lugano gewinnt auch dann, wenn es nicht glänzt. Beim 3:2 in Thun braucht der Tabellenleader weder eine Gala noch einen perfekten Nachmittag – fast wie Thun vor einem Jahr.
Ein paar entschlossene Aktionen reichen, um den Meister zu bezwingen. Der zehnte Sieg im elften Ligaspiel ist Tatsache. Und Trainer Mattia Croci-Torti sagt danach einen Satz, der die Konkurrenz kaum beruhigen dürfte: «Wir waren nicht gut.»
Der Leader findet derzeit immer wieder einen Weg – fast wie Thun vor einem Jahr. Die Tessiner haben einen kräftezehrenden Europacup-Abend gegen Getafe hinter sich. Nun wartete in Thun ein Gegner, der sie mit seinem Pressing fordert.
Croci-Torti lobt den Willen der Berner Oberländer und sieht eine Mannschaft, die immer mehr an die Idee ihres Trainers glaubt. Umso lieber nimmt er die drei Punkte mit.
Ajeti bleibt auf seinem Höhenflug
Für den Unterschied sorgt auch diesmal Albian Ajeti. Drei Minuten nach seiner Einwechslung nutzt er in der 76. Minute einen Fehler von Nicolas Bürgy. Der Thun-Verteidiger schlägt nach einem langen Ball von Lars Lukas Mai über die Kugel. Ajeti zieht alleine auf Niklas Steffen los und trifft zum 3:1. Es ist die Vorentscheidung.
Zuvor haben Dereck Moncada und Uran Bislimi Lugano zweimal in Führung gebracht. Auf den ersten Rückstand kann Thun durch Nassim Zoukit noch reagieren. Nach Bislimis Distanzschuss kurz nach der Pause laufen die Gastgeber aber erneut hinterher. Riccardo Braschis später Penalty reicht nur noch zum Anschluss.
Bleibt der Thun-Trainer weiter entspannt?
Während Lugano seine Siegesserie fortsetzt, sucht Thun nach dem Lohn für seine Fortschritte. Trainer Gian-Luca Privitelli findet: «Ein gutes Spiel von uns, gute Energie.»
Trotzdem ärgern ihn die einfachen Gegentore. Bürgy macht er nach dessen Patzer aber keine Vorwürfe. Stattdessen fordert er mehr Mut im Spielaufbau und konsequentes Pressing.
Ob Privitelli angesichts der Resultate trotzdem entspannt bleibt? «Nein, so vor einer Viertelstunde war ich nicht relaxed», sagt der Thun-Trainer an der Pressekonferenz nach dem Spiel. Inzwischen könne er die Partie aber einordnen – das Spielglück fehlt. Lugano zeigt derweil, wie wertvoll es ist, genau das auf seiner Seite zu haben.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 11 | 25 | 31 | |
2 | BSC Young Boys | 11 | 17 | 25 | |
3 | FC Sion | 11 | 7 | 22 | |
4 | FC Zürich | 11 | -3 | 17 | |
5 | Servette FC | 11 | 2 | 16 | |
6 | FC St. Gallen | 11 | -4 | 16 | |
7 | FC Basel | 11 | -3 | 14 | |
8 | FC Luzern | 11 | -6 | 12 | |
9 | FC Thun | 11 | -11 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 11 | -1 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 11 | -13 | 9 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 11 | -10 | 6 |