Nach der Nullnummer zu Hause gegen GC rutscht der FCB immer weiter in die Krise. Nach elf Runden liegen die Basler schon 17 Punkte hinter Leader Lugano. Wobei der in weite Ferne gerückte Meistertitel derzeit noch das kleinste Problem sein dürfte. Drei Punkte, die zeigen, wie schwach der Basler Herbst tatsächlich ist.
Zweitschlechtester Saisonstart
Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Super-League-Spielen hat Basel nach elf Runden erst 14 Punkte auf dem Konto. Nur einmal in diesem Jahrtausend war die Ausbeute zu diesem Zeitpunkt noch schlechter. In der Saison 2022/2023 stand der FCB im Oktober mit mickrigen acht Punkten sogar am Tabellenende der Super League. Aktuell kommt Basel im Schnitt auf 1,27 Zähler pro Partie. Hochgerechnet auf 38 Spiele würde man am Saisonende bei 48 Punkten landen, was in den vergangenen drei Jahren jeweils nur für Schlussrang acht gereicht hätte.
Beim 0:0 gegen GC hatte der FCB mit zwei Aluminiumtreffern zwar auch etwas Pech. Auf die gesamte Saison gesehen stehen die Basler allerdings sogar noch etwas besser da, als sie es eigentlich müssten. In der Expected-Points-Tabelle liegt der FCB mit 13,9 Punkten auf Platz acht, in der effektiven Super-League-Tabelle bedeuten 14 Zähler derzeit Rang sieben.
Historische Heimschwäche
Zum Glück gibt es den FC Thun! Ohne die Berner Oberländer würde der FCB seit März auf einen Sieg im St. Jakob-Park warten. Acht Punkte in zehn Heimspielen haben die Basler seitdem gesammelt, die einzigen beiden Erfolge gab es gegen Thun. Das 4:2 im August ist gleichbedeutend mit dem einzigen Saisonsieg im Joggeli. In den restlichen fünf Heimspielen setzte es vier Pleiten und ein Unentschieden ab – eine historisch schlechte Heimbilanz! Die schwachen Auftritte vor heimischem Publikum scheinen sich inzwischen auch im Ticketverkauf bemerkbar zu machen. 23'100 Fans vermeldete der FCB am Sonntag gegen GC, in der gesamten vergangenen Saison waren es in der Liga nur ein einziges Mal weniger Zuschauer gewesen.
Miserable Offensivzahlen
Gegen die zwei offensiv äusserst bescheidenen Gegner Nyon und GC spielte der FCB zuletzt immerhin zweimal zu null. Offensiv war der Auftritt gegen die Hoppers dagegen ein weiterer Offenbarungseid. Im Schnitt erspielen sich die Basler pro Spiel Chancen für 1,03 Expected Goals (ohne Penaltys), in der gesamten Super League ist nur Lausanne noch ungefährlicher (0,78). Zum Vergleich: YB und Sion kommen auf Werte von 2,06 beziehungsweise 2,05. Im Schnitt schiesst der FCB pro Spiel 12 Mal aufs gegnerische Tor (Penaltys ausgenommen). St. Gallen, das in dieser Statistik an der Spitze liegt, kommt auf sieben Abschlüsse mehr pro Spiel. Auch hier liegt nur das Tabellenschlusslicht aus dem Waadtland noch hinter dem FCB. Die Nullnummer gegen GC hat die Zahlen aus Basler Sicht sogar noch aufgebessert …
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 11 | 25 | 31 | |
2 | BSC Young Boys | 11 | 17 | 25 | |
3 | FC Sion | 11 | 7 | 22 | |
4 | FC Zürich | 11 | -3 | 17 | |
5 | Servette FC | 11 | 2 | 16 | |
6 | FC St. Gallen | 11 | -4 | 16 | |
7 | FC Basel | 11 | -3 | 14 | |
8 | FC Luzern | 11 | -6 | 12 | |
9 | FC Thun | 11 | -11 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 11 | -1 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 11 | -13 | 9 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 11 | -10 | 6 |