Lugano eilt von Sieg zu Sieg. Inzwischen sind die Tessiner seit 21 Partien ungeschlagen. Es ist vor allem das Kollektiv, das die Mannschaft von Trainer Mattia Croci-Torti (44) auszeichnet. Dennoch gibt es Spieler, auf die der Coach kaum verzichtet. Einer davon ist Anto Grgic (29). Ausgerechnet seine Zukunft in Lugano ist allerdings noch offen.
Grgics Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. So lange will es der Mittelfeldspieler jedoch gar nicht erst kommen lassen. Nach dem Spiel gegen Thun sagte er in der Mixed Zone zum «Corriere del Ticino»: «Ich habe dem Klub ein klares Signal gegeben, dass ich weiterhin das Lugano-Trikot tragen möchte. Jetzt geht es darum, eine Lösung zu finden.»
Viele Leistungsträger im letzten Vertragsjahr
Der Ball liegt nun beim Klub. Dabei ist Grgic längst nicht der Einzige in der aktuell erfolgreichsten Schweizer Fussballmannschaft, dessen Zukunft geklärt werden muss. Insgesamt sieben Leistungsträger stehen vor einem Vertragsende im kommenden Sommer. Neben Grgic führt transfermarkt.ch auch Lukas Mai (26), Uran Bislimi (27), Yanis Cimignani (24), Antonios Papadopoulos (27), Kevin Behrens (35) und Ezgjan Alioski (34) auf.
Mais Name kann allerdings bereits von der Liste gestrichen werden. Gemäss Blick-Informationen hat sich der Vertrag des deutschen Innenverteidigers nach einer bestimmten Anzahl an Pflichtspieleinsätzen automatisch um ein Jahr verlängert. Sein Kontrakt läuft damit neu bis Sommer 2028.
Und wie sieht es bei den übrigen Spielern aus? Es überrascht nicht, dass sich die Lugano-Profis mit den aktuellen Leistungen in diverse Notizbücher von Scouts gespielt haben – eine sehr gute Ausgangslage, um sich für eine neue Herausforderung zu empfehlen. Bei Bislimi ist es durchaus denkbar, dass sich die Wege nach fünf gemeinsamen Jahren im kommenden Sommer trennen. Auch Papadopoulos und Cimignani befinden sich in einem Alter, in dem sie als ablösefreie Spieler auf dem Transfermarkt besonders interessant sind.
Die Situation bei Behrens und Alioski sieht dagegen altersbedingt wieder anders aus. Hier müssen Spieler und Klub abwägen, ob man noch ein Jahr an die gemeinsame Zusammenarbeit dranhängen möchte und wie viel der Körper noch leisten kann.
«Versuche, das trocken anzugehen»
Sportchef Sebastian Pelzer (46) ist sich dieser Ausgangslage bewusst. Mit allen Beteiligten pflegt er einen offenen und ehrlichen Austausch. Bis konkrete Entscheidungen kommuniziert werden können, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen. «Wenn wir etwas zu kommunizieren haben, werden wir das tun», sagte Pelzer kürzlich gegenüber Blick.
Dabei machte der Sportchef auch deutlich, dass er die Vertragsfragen möglichst sachlich angehen will: «Ich versuche, das trocken anzugehen. Emotionalität ist bei solchen Themen ein schlechter Ratgeber. Ich versuche, die Themen nach und nach abzuarbeiten.»
Gut möglich, dass bis Ende Jahr bereits erste Personalentscheide fallen. Schliesslich dürfen die Spieler, deren Verträge im Sommer enden, ab dem 1. Januar mit anderen Klubs verhandeln und für die Zeit nach Vertragsende unterschreiben.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 11 | 25 | 31 | |
2 | BSC Young Boys | 11 | 17 | 25 | |
3 | FC Sion | 11 | 7 | 22 | |
4 | FC Zürich | 11 | -3 | 17 | |
5 | Servette FC | 11 | 2 | 16 | |
6 | FC St. Gallen | 11 | -4 | 16 | |
7 | FC Basel | 11 | -3 | 14 | |
8 | FC Luzern | 11 | -6 | 12 | |
9 | FC Thun | 11 | -11 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 11 | -1 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 11 | -13 | 9 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 11 | -10 | 6 |