Zwölf Tage vor dem Saisonstart gibt es beim FC Thun noch immer die Frage: Wer führt den Schweizer Meister in die Mission Titelverteidigung? Noch ist unklar, wer die grossen Fussstapfen von Mauro Lustrinelli (50) füllen wird.
Im Berner Oberland hält man sich weiterhin bedeckt. Klar ist lediglich: Sportchef Dominik Albrecht (40) sucht einen Trainer, der eine ähnliche Philosophie wie sein Vorgänger mitbringt und die in den vergangenen Jahren aufgebaute Spielidee weiterführt.
Schmidt ist vom Tisch
Ein passender Kandidat wäre Martin Schmidt (59) gewesen. Sein Name wurde in den letzten Wochen intensiv gehandelt. Kein Wunder: Schmidt arbeitete einst erfolgreich als U21-Trainer in Thun, ehe ihn sein Weg in die Bundesliga führte. Nach Blick-Informationen zeichnet sich allerdings ab, dass der Walliser nicht neuer Thun-Coach wird.
Dafür kursiert seit einigen Tagen ein anderer Name immer häufiger: Gianluca Privitelli (48). Sein CV ist zwar nicht so spektakulär wie jener von Schmidt. Als Spieler absolvierte er lediglich zwei Partien in der Challenge League und ging als Stürmer ansonsten für Biel, Diessbach und Lyss in den unteren Ligen auf Torejagd. Und auch als Trainer war er bisher nur auf Nachwuchsstufe tätig.
Privitellis Vergangenheit in Thun
Dafür kennt Privitelli das Umfeld in Thun sowie Sportchef Albrecht bestens. Bevor er Nachwuchs-Ausbildungsleiter beim FC Basel wurde und dann ab 2023 die U20-Nati betreute, arbeitete er bereits im Berner Oberland. Zwischen 2018 und 2021 war der Italo-Schweizer beim FC Thun als Stürmertrainer tätig und betreute zwischenzeitlich auch die U21.
Kommt es tatsächlich zur Rückkehr? Sollte sich Privitelli mit Albrecht einigen, dürfte ihm der SFV kaum Steine in den Weg legen. Zumal es für ihn die Chance wäre, auf die er lange hingearbeitet hat: erstmals eine Profi-Mannschaft in der Super League als Cheftrainer zu übernehmen – und dann gleich den Meister.
