«Ziemlich egal, ob es in Thun eine Party gegeben hätte»
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Gecrashte Thun-Meisterparty:«Ziemlich egal, ob es in Thun eine Party gegeben hätte»

«Solange, dass …»
Espen haben Meister-Träume noch nicht ganz abgeschrieben

Die Vorfreude auf den Cupfinal und den Titel, der dort in Aussicht steht, ist in St. Gallen riesig. Doch es gilt die Maxime «Safety first». Will heissen: Der Europacup-Platz soll zuerst über die Meisterschaft abgesichert werden.
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Torschütze Chima Okoroji (Nummer 35) und Colin Kleine-Bekel jubeln über den zweiten Sieg in Folge im Wankdorf.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC St. Gallen siegt nach 27 Jahren gleich zweimal im Wankdorfstadion
  • Captain Görtler sieht grossen Schritt Richtung Europa nach 2:1 gegen YB
  • Vorsprung auf Sion beträgt acht Punkte, am Sonntag kann Europa klargemacht werden
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Alain KunzReporter Fussball

Jahrzehntelang gelang es dem FC St. Gallen nicht, in Bern zu gewinnen. Im neuen, 2005 eröffneten Wankdorf hatten die Espen bis zum 20. Oktober 2025 gar nie gewonnen. Den einzigen Auswärtssieg in Bern in diesem Jahrtausend schaffte man 2005 noch im Ausweichstadion Neudorf.

Auch Espen-Captain Lukas Görtler (31) hatte zahllose unfruchtbare Versuche miterlebt, bevor es innerhalb eines halben Jahres gleich zweimal klappte. «Es ist ganz verrückt», sagt denn auch der Penalty-Torschütze nach dem späten 2:1 gegen YB. «Man fährt nun mit einem ganz anderen Gefühl hierher. Da hat sich mit dem letzten Sieg etwas gelöst. Man läuft entspannter ein, hat nicht mehr Angst, anderntags lesen zu müssen, wie lange man im Wankdorf nicht gewonnen hat.»

Und mit diesem Sieg sind die Espen auf bestem Weg, den europäischen Platz schon via Ligaweg abzusichern. Der Vorsprung auf das viertplatzierte Sion beträgt vier Runden vor Schluss satte acht Punkte. «Wir haben in Bern einen grossen Schritt in Richtung Europa gemacht», so Görtler weiter. «Das war unser grosses Ziel. Jetzt haben wir nächste Woche einen Matchball gegen Sion.»

Görtler: «Gegen Lausanne-Ouchy wird es ein Fifty-fifty-Spiel»

Denn sich darauf verlassen, den Cupfinal zu gewinnen und so das Europacup-Ticket zu lösen, kann man sich schlicht nicht. Auch wenn der Gegner Challenge-League-Klub Stade-Lausanne-Ouchy ist. «Jeder geht davon aus, dass wir dieses Spiel gewinnen», sagt Görtler.

Wenn eine Mannschaft in den Final komme, dürfe sie auch jeden Anspruch haben, diesen zu gewinnen. «Das wird ein schwieriger Final. Das hat man letztes Jahr bei Basel gegen Biel gesehen. Das war lange Zeit offen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass es ein Fifty-fifty-Spiel wird.»

Mit dem zweiten Sieg gegen YB hat man im Meister-Rennen immerhin noch ein kleines bisschen Spannung am Leben gehalten. Noch ist Thun nicht durch. Trotzdem wiegelt FCSG-Siegschütze Chima Okoroji (29) ab: «Nee, Thun hat es sich verdient, Meister zu werden. Wir machen es ihnen nicht einfach, klar. Hätten wir dieses späte Tor nicht gemacht, wäre alles vorbei gewesen. So haben wir es ein bisschen spannend gehalten.»

Mauer und Keller sehen nicht gut aus – Okoroji trifft spät
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Highlights im Video:Mauer und Keller sehen nicht gut aus – Okoroji trifft spät

Trainer Enrico Maassen (42) studiert kurz, um dann auf die entsprechende Noch-Meisterkandidats-Frage von Blick mit einem Schmunzeln im Gesicht zu antworten: «Wenn wir jedes Spiel gewinnen und sie alle verlieren, dann schon.»

Görtler seinerseits sagt zum selben Thema: «Solange es Thun nicht zumacht und wir Punkte holen, auf jeden Fall. Fest dran glauben tue ich nicht. Ich denke auch nicht viel darüber nach.»

Ab nächstem Wochenende im virtuellen Cupfinal-Trainingscamp?

So oder so: Der Moment, an dem es für St. Gallen bloss noch um den Cupfinal vom 24. Mai geht, rückt mit Riesenschritten näher. Sollte am nächsten Sonntag mit einem Sieg gegen das formstarke Sion das Europacup-Ticket gelöst werden, gehts für die Espen ins virtuelle Trainingscamp für das Cup-Endspiel.

Dort ist Stade-Lausanne-Ouchy schon seit zwei Spielen – was sich in zwei 0:3-Niederlagen in der Challenge League geäussert hat, die dann in der Tat Trainingsspiel-Charakter hatten.

Übrigens: Zum Schluss gilt es noch die Frage zu klären, wie Alessandro Vogt einen Teil eines Zahns verlieren konnte. Görtler klärt auf: «Halb so schlimm. Dieser Zahn war zuvor schon abgebrochen gewesen. Was da rausgefallen ist, war bloss der Zahnersatz.» Und das ohne Fremdeinwirkung.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
34
37
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
34
25
63
3
FC Lugano
FC Lugano
34
13
60
4
FC Sion
FC Sion
34
18
55
5
FC Basel
FC Basel
34
4
53
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
34
4
48
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
34
4
43
2
Servette FC
Servette FC
34
2
43
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
34
-7
42
4
FC Zürich
FC Zürich
34
-21
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
34
-26
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
34
-53
19
Relegation Play-Offs
Abstieg
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