Darum gehts
- Matthias Hüppi feiert FCSG-Einzug in den Cup-Final, grosse Euphorie.
- Hüppi überzeugt: FCSG wird am 1. Juni 2026 Cup-Sieger.
- FC Thun 14 Punkte vor FCSG, Lugano 3 Punkte dahinter.
Es ist 17.52 Uhr, als Matthias Hüppi aus den Katakomben des Stade Municipal tritt und vor Stolz fast platzt. Neben ihm stehen Nino Weibel und Joel Ruiz, die zwei 19-jährigen Eigengewächse, die zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere in die Startelf beordert wurden. In einem Cup-Halbfinal! «Super gemacht», lobt Hüppi und präsentiert jenes Grinsen, das ihn fast drei Jahrzehnte lang zum Aushängeschild des Schweizer Fernsehens machte.
Während des Spiels ist der FCSG-Präsident ein Nervenbündel, tigert umher, ist mal auf der Tribüne und mal auf der Spielerbank. Er weiss: Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit, um Geschichte zu schreiben? Mit SLO wartet ein machbarer Gegner im Final, Hüppi könnte seine eh schon erfolgreiche Amtszeit mit einem Kübel krönen. Zwei Cup-Finals haben die St. Galler in dessen Ära verloren, nun soll es endlich klappen. «Die Verbundenheit in dieser Mannschaft, die Solidarität untereinander, die Klarheit, die wir in der ganzen Organisation haben, dass einfach der eine für den anderen geht und der eine dem anderen hilft, egal auf welcher Position und Funktion. Das wird uns bärenstark machen in diesem Cup-Final», ist Hüppi überzeugt.
Sind aller guten Dinge drei?
Auf die Frage, ob aller guten Dinge drei sind, antwortet der 68-Jährige: «Ich bin voll überzeugt. Ich habe vorhin gerade noch mit Tom Gaal gesprochen. Der ist ja neu bei uns und kennt die Bedeutung dieses Titels noch nicht so richtig. Aber auch er hat es so richtig aufgesagt. Ich habe ihm gesagt, dass ich überzeugt davon bin, dass wir Cupsieger werden.» Zumal die Mannschaft im laufenden Wettbewerb so manchen Stolperstein hat überwinden müssen. Gegen Wil und Rapperswil machen die Espen das Weiterkommen erst im Penaltyschiessen klar. Auch gegen Yverdon hätte das Spiel in der zweiten Halbzeit noch kippen können. «Das ist etwas, was mich beeindruckt in dieser Saison. Dass wir gelernt haben, aus schwierigen Situationen selber wieder rauszukommen.»
Sich auszumalen, was geschehen wäre, hätte der FCSG die grosse Chance nicht gepackt und gegen Yverdon verloren, will Hüppi nicht. «Stell dir vor, wenn wir hier rausgeflogen wären, dann wäre der Druck von allen Seiten gestiegen. Das hätten wir zwar ertragen, aber es wäre halt trotzdem schwierig geworden.»
Dann findet der Espen-Präsident trotz Cup-Euphorie noch Zeit, dem FC Thun zum bevorstehenden Meistertitel zu gratulieren. «Vor dieser Leistung habe ich allergrössten Respekt. Für die ganze Arbeit, die im Berner Oberland geleistet wird. Ich finde es gut, dass Thun den Titel holt, mit diesem riesigen Vorsprung. Da gibt es nichts zu diskutieren. Da kann man nur gratulieren und versuchen, den Rückstand zu halten.»
Super League drückt dem FCSG die Daumen
14 Punkte liegt der FC Thun vor dem FCSG, Lugano auf Platz drei hat drei Zähler Rückstand auf die Espen. Weil die aber im Cup-Final stehen und gute Chancen haben, den Kübel in die Ostschweiz zu holen, würde sich selbst der viertplatzierte Super-Ligist noch für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren.
Matthias Hüppi weiss das. Und er weiss, dass die Chance auf einen Titelgewinn wohl noch nie höher war als am 24. Mai 2026.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 33 | 38 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 33 | 24 | 60 | |
3 | FC Lugano | 33 | 12 | 57 | |
4 | FC Basel | 33 | 6 | 53 | |
5 | FC Sion | 33 | 16 | 52 | |
6 | BSC Young Boys | 33 | 5 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 33 | 3 | 40 | |
2 | Servette FC | 33 | 0 | 40 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 33 | -10 | 39 | |
4 | FC Zürich | 33 | -18 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 33 | -25 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 33 | -51 | 19 |
