Da sind die Espen die Nummer 1
FCSG-Coach Maassen verrät Geheimnis hinter Standard-Gefahr

Im Cup-Halbfinal gegen Yverdon ist einmal mehr aufgefallen, was der FC St. Gallen besonders gut kann: Standardsituationen. Kein anderer Super-Ligist ist hier so gefährlich wie die Espen – auch dank speziellem Trainingsfokus.
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Die St. Galler sind die Standard-Könige der Super League.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • St. Gallen siegt 2:0 gegen Yverdon und erreicht den Cup-Final
  • St. Gallen erzielt pro 90 Minuten 0,44 Expected Goals aus Standards
  • 0,5 Tore pro Spiel nach Standards, Ligabestwert bei Eckbällen mit 0,29 xG
Foto Andri Bäggli.jpg
Andri BäggliRedaktor Sport

Bereits nach sechs Minuten klingelte es am Sonntag ein erstes Mal im Kasten von Yverdon. Nach einer einstudierten Eckballvariante reagiert St.-Gallen-Captain Lukas Görtler am schnellsten, trifft zum 1:0 und stösst so die Tür zum Cup-Final bereits früh auf. Erst kurz vor Schluss macht Alessandro Vogt mit dem 2:0 nach einem Konter alles klar.

Dass Yverdon im Cup-Halbfinal besonders bei Standards aufmerksam sein muss, hätten die Westschweizer eigentlich wissen müssen – schliesslich ist St. Gallen der König der Super League in Sachen Standards. Kein Team kommt an die Gefährlichkeit der Espen bei Standardsituationen ran.

Maassen setzt Fokus darauf

Hier geht es um alle Standardsituationen – also Freistösse, Eckbälle, Einwürfe etc. – ausser Penaltys. Im Schnitt erspielen sich die St. Galler pro 90 Minuten einen Expected-Goals-Wert (xG) von 0,44. Verfolger Basel erreicht einen Wert von 0,39 xG. Der Durchschnitt in der Super League liegt bei 0,32 xG – das Schlusslicht ist Sion, das sich pro Spiel nur 0,21 erwartbare Tore aus Standardsituationen erspielt.

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Diese Gefährlichkeit kommt beim FCSG nicht von ungefähr. Wie FCSG-Coach Enrico Maassen verrät, werden genau diese Situationen speziell trainiert: «Wir haben zwei Trainingstage, wo wir Standards trainieren, das ist relativ viel. Es ist schön, dass viel dabei rumkommt, aber in der letzten Saison hatten wir auch zwei Tage, und es hat weniger gut geklappt.» Es ist eine Investition im Trainingsalltag, die sich auszahlt. Der FCSG erzielt im Schnitt rund 0,5 Tore pro 90 Minuten nach Standards, einzig der Tabellenführer aus Thun ist noch etwas effizienter, was die Verwertung angeht.

Standard-Fokus ist derzeit im Trend

Eine besondere Stärke der St. Galler sind Eckbälle. Obwohl die Espen mit Jozo Stanic einen enorm kopfballstarken Spieler im Team haben – und in der Vorrunde mit auch noch Albert Vallci (jetzt Sturm Graz) im Kader war –, wird häufig die kurze Variante an die Strafraumkante bevorzugt. Erst von dort wird der Ball dann zur Mitte gebracht – wie beim Tor von Görtler gegen Yverdon. Durchschnittlich bringt den St. Gallern ein Eckball einen xG-Wert von 0,29 ein – ebenfalls Liga-Bestwert.

Den Fokus auf Standardsituationen zu legen, ist derzeit en vogue. In der Premier League hat Arsenal dies nahezu perfektioniert: 19 der 63 Tore der Londoner sind nach einem Standard gefallen. Mittlerweile haben die Gegner zwar ein Mittel gegen die Stärke der Gunners gefunden – das letzte Tor nach einem Standard schoss Arsenal Anfang März im Derby gegen Chelsea. Trotzdem sind sie ein positives Beispiel, an dem sich die Super-Ligisten orientieren können – wie der FC St. Gallen.

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