Zittern statt Quadruple
Vergeigt Arsenal jetzt auch noch den Meistertitel?

Noch vor wenigen Wochen träumte man im Norden Londons von einer historischen Saison. Nun steht sogar hinter dem sicher geglaubten Titel in der Premier League ein Fragezeichen.
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Arsenals Vorsprung in der Premier League wird immer kleiner.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Arsenal kämpft um Meistertitel und Champions-League-Triumph nach Rückschlägen
  • Ausfälle von Saka, Ödegaard und Merino belasten Teamleistung massiv
  • 19 von 62 Liga-Toren nach Standards, letztes im März erzielt
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Lucas WerderReporter Fussball

«To bottle it», sagt man auf der Insel, wenn man ein sicher geglaubtes Ziel doch noch verpasst, weil man sich genau davor zu fürchten beginnt. In England gibt es aktuell keinen Zweifel daran, wer das Flaschen-Team der Stunde ist. Noch vor wenigen Wochen träumten die Fans des FC Arsenal von einer historischen Saison mit vier Titeln. Das «Quadruple», also der Gewinn von Premier League, League Cup, F.A. Cup und Champions League, schien in Reichweite.

Doch am Mittwochabend wird Trainer Mikel Arteta ein erstes Mal ganz tief durchgeatmet haben. Dank eines 0:0 zu Hause gegen Sporting Lissabon hat sich sein Team zum Einzug in den Halbfinal der Champions League geknorzt. Ein einziges Tor von Kai Havertz, der in der Nachspielzeit des Hinspiels zum 1:0 getroffen hatte, reicht den Gunners am Ende, um weiter auf den ersten Triumph in der Königsklasse zu hoffen.

Cup-Aus gegen Zweitligisten

Zwei andere Titel sind dagegen bereits futsch. Im Final des Ligacups blieb man gegen ManCity (0:2) chancenlos. Und im F.A. Cup musste man sich im Viertelfinal Zweitligist Southampton mit 1:2 geschlagen geben. Während viele Arsenal-Fans die beiden verlorenen Endspiele noch mit Fassung getragen haben, ist in Nordlondon spätestens seit dem vergangenen Wochenende Panik ausgebrochen. 

Zwischenzeitlich hatte das Polster auf Verfolger Manchester City neun Punkte betragen. Der erste Meistertitel seit 22 Jahren und den «Invincibles» schien nur noch Formsache zu sein. Nach der überraschenden 1:2-Pleite gegen Bournemouth beträgt die Reserve nun aber nur noch sechs Zähler. Zudem hat ManCity eine Partie weniger ausgetragen. Am Sonntag kommt es im Etihad Stadium zum Direktduell. 

Nachdem aufgrund der positiven Resultate viele Fans lange über die unspektakuläre Spielweise von Mikel Arteta hinweggesehen hatten, steht der Arsenal-Coach nun erstmals in dieser Saison im Gegenwind. Der ehemalige Captain hat für die Kritik aber nur wenig Verständnis. «Es gibt einen Grund, warum wir das einzige verbleibende englische Team sind», sagt Arteta nach dem Einzug in den Champions-League-Halbfinal.

Captain kämpft mit Verletzungsproblemen

Der strenge Spielplan der Premier League würde nun seinen Tribut fordern, erklärt der Arsenal-Coach die enttäuschenden Resultate der letzten Wochen, in denen sein Team nur eines von fünf Spielen gewinnen konnte. Doch woran liegt es, dass die Gunners plötzlich mit Ladehemmungen zu kämpfen haben? 

Zuletzt musste Arsenal gleich auf mehrere Leistungsträger verzichten. Bukayo Saka (24) schlug sich mit Achillessehnenproblemen herum und verpasste mehrere Partien. Das Gleiche gilt für Captain Martin Ödegaard (27), der nach überstandener Knieverletzung mit muskulären Beschwerden ausfiel. Und Mikel Merino (29) dürfte nach seiner Fussoperation womöglich sogar die gesamte restliche Saison verpassen.

Ist die Standardstärke weg?

Hinzu kommt, dass sich gegnerische Teams offenbar immer besser auf Arsenals grösste Stärke einstellen: die Standardsituationen. 19 seiner 62 Premier-League-Tore – also fast ein Drittel seiner Tore – hat Artetas Mannschaft nach Freistössen und Eckbällen erzielt. Das letzte davon allerdings Anfang März gegen Chelsea (2:1).

Noch steht Arsenal aber an der Tabellenspitze. Und mit einem Sieg gegen den Verfolger könnte man am Sonntag einen riesigen Schritt in Richtung Meistertitel machen. Geht die Partie allerdings wie das letzte Aufeinandertreffen vor drei Wochen im Ligacup-Final verloren, droht den Londonern zum dritten Mal in Folge der Vizemeistertitel. Bei einst neun Punkten Vorsprung wäre das schon fast mehr als nur ein «bottle job».

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Premier League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
32
38
70
2
Manchester City
Manchester City
31
35
64
3
Manchester United
Manchester United
33
13
58
4
Aston Villa
Aston Villa
32
5
55
5
Liverpool FC
Liverpool FC
32
10
52
6
Chelsea FC
Chelsea FC
33
11
48
7
Brentford FC
Brentford FC
33
4
48
8
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
33
0
48
9
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
33
6
47
10
Everton FC
Everton FC
32
2
47
11
FC Sunderland
FC Sunderland
32
-3
46
12
FC Fulham
FC Fulham
33
-3
45
13
Crystal Palace
Crystal Palace
31
-1
42
14
Newcastle United
Newcastle United
33
-3
42
15
Leeds United
Leeds United
33
-7
39
16
Nottingham Forest
Nottingham Forest
32
-12
33
17
West Ham United
West Ham United
32
-17
32
18
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
33
-11
31
19
Burnley FC
Burnley FC
32
-30
20
20
Wolverhampton Wanderers
Wolverhampton Wanderers
33
-37
17
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Abstieg
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