«Sehe ich kritisch»
Gesperrter FCB-Trainer schlägt plötzlich ungewohnte Töne an

Stephan Lichtsteiner (42) verpasst nach seiner vierten Gelben Karte das Spiel gegen Thun. Wer den FCB-Trainer an der Linie ersetzen wird. Und in welcher Hinsicht sich Lichtsteiner verbessern möchte.
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Lucas WerderReporter Fussball

Ein Ticket hat sich Stephan Lichtsteiner (42) nicht organisieren müssen. Zum Glück. Schliesslich ist das Gastspiel seines FCB im Berner Oberland bereits seit Wochen ausverkauft. Einen Platz auf der Tribüne wird der gesperrte Basler Trainer aber auch so bekommen. «Wo genau, weiss ich aber noch nicht», sagt Lichtsteiner.

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Stephan Lichtsteiner zeigt sich selbstkritisch.
Foto: keystone-sda.ch

In nur elf Spielen hat der Luzerner das geschafft, was in dieser Saison noch keinem anderen Super-League-Trainer gelungen ist: vier Gelbe Karten kassiert zu haben und deshalb ein Spiel aussetzen zu müssen. «Man hat bei ihm schon als Spieler ab und zu den Kopf geschüttelt», sagte Rolf Fringer (69) Anfang April über Lichtsteiners emotionale Art. Gleichzeitig war sich der Ex-Nati-Coach damals sicher: «Er wird sich selber reflektieren. Ich glaube, er wird mit der Zeit etwas Abstand gewinnen und deutlich gelassener werden.»

Mit diesem Prozess scheint Lichtsteiner nun begonnen zu haben. Nachdem er in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt hatte, sich nicht verändern zu wollen, schlägt der FCB-Trainer plötzlich ungewohnte Töne an: «Ich sehe das schon auch kritisch und versuche mich diesbezüglich zu verbessern», sagt Lichtsteiner über die vielen Verwarnungen, auch wenn er nicht für jede davon gleich viel Verständnis aufbringen könne. «Zum Beispiel die Gelbe Karte gegen YB. Da kann man einen Trainer verstehen, wenn er sauer wird», findet Lichtsteiner. Trotzdem verspricht er: «Ich versuche, bei den Gelben Karten einen Schritt vorwärtszukommen.»

Kohler ersetzt Lichtsteiner an der Linie

Dass er gegen Thun nicht an der Seitenlinie stehen wird, habe die Vorbereitung nur bedingt verändert, sagt Lichtsteiner. «Wir haben diverse Szenarien vorbesprochen. Auch die Wechsel sind mehr oder weniger bereits festgelegt», so der Basler Trainer.

Doch wer wird Lichtsteiner gegen Thun als Chef vertreten? Kandidaten gäbe es mehrere: Mit Pascal Bader, Matthias Kohler und Luigi Nocentini gibt es gleich drei Assistenztrainer im Staff von Lichtsteiner. Hinzu kommt Ex-Profi Simone Grippo, dessen offizielle Bezeichnung zwar Talent Manager Leihspieler lautet, der aber auch im Training mithilft.

Lichtsteiners Wahl ist auf Kohler gefallen, auch weil der Deutsche der Einzige im Basler Staff ist, der über die Uefa-Pro-Lizenz verfügt. «Er kennt meine Prinzipien und die Genauigkeit, die ich auf dem Platz will. Er ist sehr präsent, sehr aktiv und sehr tief im Inhalt. Das ist genau das, was das Team braucht», beschreibt Lichtsteiner Kohlers Qualitäten.

Die Taktikansprache im Hotel wird Lichtsteiner aber noch selbst halten. Danach geht es für sein Team ohne den Cheftrainer ins Stadion. Er selbst wird individuell anreisen und auf der Tribüne Platz nehmen. Einfluss nehmen darf er während des Spiels nicht. «Ich bin selbst gespannt, wie das wird. Für mich ist es sonst schon schlimm in diesem Rechteck. Jetzt kann ich mich noch weniger bewegen», sagt Lichtsteiner über die ungewohnte Situation. Immerhin: Um seine fünfte Gelbe Karte wird er am Samstagabend sicher herumkommen.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
32
24
59
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
32
13
49
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
7
FC Luzern
FC Luzern
32
3
39
8
Servette FC
Servette FC
32
0
39
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
10
FC Zürich
FC Zürich
32
-17
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
32
-27
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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