Scheiblehner vor Barrage-Kracher
«Transfersieger? Der Titel bringt uns nix»

Das auf dem Barrageplatz klassierte GC ist bislang der Transfersieger des Winters. «Dieser Titel bringt uns nix», sagt Trainer Gerald Scheiblehner, der aber nach vier Spielen ohne Niederlage sagt: «Das Glas ist definitiv halb voll.»
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GC zeigt Comeback-Qualitäten und hat die letzten vier Spiele trotz Rückstand nicht verloren.
Foto: Pius Koller
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Die News der Woche

Mit der Verpflichtung von Sven Köhler (29) hat GC weiter aufgerüstet. «Er ist ein sehr erfahrener Spieler, der voll im Rhythmus ist», so Trainer Gerald Scheiblehner über den bisherigen Captain von Eintracht Braunschweig, den er als Sechser einplant. «Er wollte unbedingt zu uns kommen, was ein sehr gutes Zeichen für uns ist.» Ist GC somit der Transfersieger dieses Winters? «Dieser Titel bringt uns nix», sagt Scheiblehner (48). «Aber uns sind ein paar sehr gute Transfers gelungen. Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen diesen jetzt aber weitergehen.»

Die grosse Frage

Schont Scheiblehner im brisanten Abstiegskracher gegen Luzern Michi Frey? Das eng getaktete Programm mit den englischen Wochen hat beim Stürmer, der vor seinem Wechsel zu GC zwei Monate praktisch nicht gespielt hatte, körperliche Spuren hinterlassen. Auch Jonathan Asp Jensen ist nach seiner Magenvergiftung noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. Womöglich ist für den Spektakelspieler für einmal nur die Rolle des Jokers vorgesehen. 

Gesagt ist gesagt

«Der Druck wird Runde für Runde grösser, weil es immer weniger Spiele gibt.» Doch für Gerald Scheiblehner gehört Druck zum Business dazu. «Damit muss man umgehen können, denn bei einem Klub zu spielen, bei dem es um nichts geht, will ja auch niemand.» Das Schöne sei, dass es letztlich nur um Sport und Fussball gehe. «Ein Arzt, der operiert, hat einen ganz anderen Druck als wir.»

Mögliche Aufstellung

Hammel; Ngom, Diaby, Mikulic; Stroscio, Meyer, Köhler, Hassane; Tsimba, Plange, Clemente.

Wer fehlt?

Weiterhin ausfallen werden Abels, Bengondo, Bettkober, Paloschi und Zvonarek. Der Einsatz von Michi Frey ist fraglich.

Neben dem Platz

Dank GC ein Semester gratis studieren? Mit etwas Glück kann dies schon bald Tatsache werden. Der Grasshopper Club, der 1886 von einem englischen Studenten gegründet wurde, hat eine Aktion lanciert, bei der er von einem Studenten die Studiengebühren für das Frühjahrssemester übernimmt. Um in die Verlosung zu kommen, muss man bis zum 18. Februar an einem kleinen GC-Quiz, das auf der Homepage aufgeschaltet ist, teilnehmen. Teilnahmeberechtigt sind alle, die an einer Zürcher Hochschule eingeschrieben sind.

Hast du gewusst, dass...

... das 0:6 im November in Luzern nicht das schlechteste GC-Spiel der Saison war? «Es war ein unglücklicher Spielverlauf, jeder Luzerner Schuss war praktisch ein Treffer», so Scheiblehner. Mehr als das Spiel ist dem Österreicher in Erinnerung geblieben, dass sie nach jener Woche, als GC in drei Spielen 14 Tore kassiert hatte, die Ruhe bewahrt hätten und «uns aus dieser schwierigen Phase wieder herausgearbeitet haben».

Aufgepasst auf

... die GC-Schlussphase. In den letzten vier Pflichtspielen lagen die Hoppers immer zurück, gingen aber nie als Verlierer vom Platz. Sowohl in der Liga gegen Lausanne, Lugano und YB (jeweils 1:1), als auch im Cup-Viertelfinal gegen Sion (4:3 n.V.) zeigte GC Comeback-Qualitäten und glich in der Schlussphase jeweils aus. «Man darf auch einmal loben, denn das ist unüblich für eine junge Mannschaft», sagt Scheiblehner. «Sie zeigt eine sehr gute Mentalität. Das Glas ist definitiv halb voll.» 

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 23 Runden:

1. Hammel 4,1
2. Diaby 4,0
3. Mikulic 4,0

Hier gehts zu allen Hopper-Noten.

Der Schiedsrichter

Sandro Schärer.

Der Gegner

Seit der 0:6-Niederlage der Hoppers in Luzern ging es beim FCL fast nur abwärts: Elf Ligaspiele, nur ein Sieg. Wie tönen die Worte aus der Innerschweiz in dieser Situation? Hier erscheint das FCL-Inside.

24

Runde

Di., Luzern – GC, 20.30 Uhr
Mi., St. Gallen – YB, 20.30 Uhr
Mi., FCZ – Winterthur, 20.30 Uhr
Mi., Lugano – Servette, 20.30 Uhr
Do., Sion – Basel, 20.30 Uhr
Do., Thun – Lausanne, 20.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
23
24
52
2
FC Lugano
FC Lugano
23
11
41
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
22
14
39
4
FC Basel
FC Basel
23
9
39
5
FC Sion
FC Sion
23
6
34
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
23
-2
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
23
2
29
8
Servette FC
Servette FC
23
-7
25
9
FC Zürich
FC Zürich
23
-12
25
10
FC Luzern
FC Luzern
23
-3
24
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
23
-11
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
22
-31
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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