Was ist beim FCL los?
Die Luzerner Talentschmiede ist gerade im Pausen-Modus

Luzerns Eigengewächse wirken gehemmt. Trainer Udo Portmann erklärt, warum die jungen FCL-Spieler derzeit mit sich selbst kämpfen – und was er sich von ihnen wünscht.
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Udo Portmann hat beim FC Luzern ein paar Probleme.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • Beim FCL wirken viele Eigengewächse derzeit gehemmt
  • Trainer Portmann sieht Eigendruck und fehlende Routine
  • Er fordert mehr Unbeschwertheit und Verantwortung
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

«Houston, we have a problem.» Treffender lässt sich die Situation beim FC Luzern derzeit kaum beschreiben. Wobei die Mehrzahl noch passender wäre. Denn Trainer Udo Portmann (49) hat gleich mehrere Baustellen, um die er sich kümmern muss. Der Auftritt im Letzigrund hat das vor einer Woche schonungslos offengelegt.

Sorgen bereitet ausgerechnet das Luzerner Steckenpferd: die Nachwuchsarbeit. Der Klub hat sich die Förderung eigener Talente auf die Fahne geschrieben. Und tatsächlich stehen auch in dieser Saison regelmässig mehrere Eigengewächse in der Stammelf. Trotzdem scheint aktuell etwas anders zu sein.

Leichtigkeit ist verloren gegangen

Unter Mario Frick (52) war es fast schon die Regel, dass ein junger Spieler, kaum ins kalte Wasser geworfen, prompt den Unterschied ausmachte oder mit einer überraschenden Aktion für Aufsehen sorgte. Danach blieb der Eindruck: Luzerns Talentschmiede funktioniert – und der Nachschub an vielversprechenden Spielern scheint schier endlos.

Davon ist aktuell wenig zu sehen. Bung Meng Freimann (20), Bung Hua Freimann (22), Ruben Dantas Fernandes (23), Tyron Owusu (23), Lucas Ferreira (19) und wie sie alle heissen wirken gehemmt. Statt mit Unbeschwertheit zu überzeugen, scheinen sie mit sich selbst zu kämpfen. Das bremst ihre Entwicklung. Derzeit gibt kaum ein Luzerner den Anschein, sein volles Potenzial auszuschöpfen.

Dabei hatte man gehofft, dass gerade unter Portmann, der einige bereits im Nachwuchs trainiert hat, manche von ihnen den nächsten Schritt machen würden. Stattdessen ist die Leichtigkeit verschwunden, die Luzerns Eigengewächse ausgezeichnet hat. Exemplarisch zeigt sich das bei Hua Freimann und Mio Zimmermann (18), die ihre erste Super-League-Saison bestreiten, bislang aber kaum nachhaltig Akzente setzen konnten.

«Nicht zu viel überlegen»

Doch woran liegt es? «Die Jungen haben im Moment sehr hohe Erwartungen an sich selbst und setzen sich dadurch unter Druck. Beim einen oder anderen habe ich das Gefühl, dass er in einzelnen Aktionen fast zu viel von sich erwartet», sagt Portmann. Zudem befänden sich diese Spieler in einer Art Zwischenphase: nicht mehr ganz jung, aber auch noch nicht erfahren genug, um auf dem Platz so selbstverständlich aufzutreten wie Routiniers.

Auf zusätzliche Gespräche setzt der FCL-Trainer in dieser Situation nicht. Rat und Wünsche hat er für seine Spieler trotzdem. «Es ist wichtig, dass sie nicht zu viel überlegen. Ich wünsche mir, dass sie einerseits wieder etwas mehr Unbeschwertheit finden, andererseits aber auch mit dem Selbstbewusstsein auftreten, bereit zu sein, sich weiterzuentwickeln und mehr Verantwortung zu übernehmen.»

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
11
25
31
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
11
7
22
4
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
5
Servette FC
Servette FC
11
2
16
6
FC St. Gallen
FC St. Gallen
11
-4
16
7
FC Basel
FC Basel
11
-3
14
8
FC Luzern
FC Luzern
11
-6
12
9
FC Thun
FC Thun
11
-11
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
11
-1
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
11
-13
9
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
11
-10
6
Meisterschaftsrunde
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