Ganz ruhig ist es rund um den FC Luzern in der Länderspielpause nicht geblieben. Dabei sorgten diesmal nicht die Spieler für Schlagzeilen, sondern der Rasen der Thermoplanarena. Zwei Spiele der Nati gingen in der Zentralschweiz über die Bühne – und das Grün sorgte jeweils für grosse Diskussionen.
Selbst der Schweizerische Fussballverband (SFV) äusserte sich kritisch. «Der Platz in Luzern entspricht leider nicht den Standards, die wir uns wünschen und die sich die Spieler im Ausland gewohnt sind», teilte der Verband bereits vor den Partien auf Blick-Anfrage mit. Gemeinsam mit einem privaten Unternehmen hatte die Stadt Luzern noch versucht, die Rasenqualität zu verbessern. Dafür wurden sogar Teile des Rasens neu verlegt.
«Geschämt habe ich mich nicht»
Geholfen hat es aber kaum etwas. Das Feld verwandelte sich während den 90 Minuten in einen Acker. Bei jeder Grätsche, jedem Richtungswechsel und teilweise sogar bei längeren Pässen lösten sich Rasenstücke. Für den Ballbesitzfussball der Nati gegen einen tiefstehenden Gegner alles andere als ein Vorteil.
Live vor Ort war bei den Nati-Spielen auch Luzern-Trainer Udo Portmann (49). Hat er sich für den Rasen geschämt? «Nein, geschämt nicht, und es hat mich auch nicht überrascht. Denn bereits bei unseren letzten Heimspielen gegen Basel und GC haben wir gespürt, dass er schwierig zu bespielen ist», sagt er zu Blick.
Rasen wird im nächsten Sommer ersetzt
Zum Glück für Luzern steht das nächste Heimspiel erst am 31. Oktober an. Bis dahin kann sich der Rasen von den jüngsten Belastungen etwas erholen. «Es ist nicht so, dass ich froh bin, dass wir so lange keine Heimspiele haben. Aber es ist eine gute Gelegenheit, den Rasen auf Vordermann zu bringen. Es muss viel gemacht werden. Es sind aber alle voll dran, sodass wir uns beim Spiel gegen Sion auf ein schönes Grün freuen können», betont Portmann.
Wie grün der Rasen dann tatsächlich sein wird, muss sich zeigen. Komplett ersetzt wird er nämlich vorerst nicht. Erst in der Sommerpause 2027 ist eine umfassende Sanierung des Stadionrasens vorgesehen. «Ein kurzfristiger Rasenersatz während der Winterpause wäre deshalb keine nachhaltige Lösung», lässt der Klub ausrichten.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |