Die Schlüsselszene
Viel will den Schweizern auf dem holprigen Rasen in Luzern lange nicht gelingen. Den frühen Führungstreffer hat die Nati einem Bock in der nordmazedonischen Hintermannschaft zu verdanken. Und weil spielerisch wenig geht, versucht es Manzambi eine Viertelstunde vor Schluss mit einem Distanzschuss und trifft so zum erlösenden 2:0 – auch weil Goalie Dimitrievski den Ball ins eigene Tor faustet.
Das Spiel
Die Schweiz fährt in Luzern den vierten Sieg im vierten Nations-League-Spiel ein. Die Mannschaft von Murat Yakin weist damit eine perfekte Bilanz auf. Alles ist trotzdem nicht perfekt: Zum einen ist der vorzeitige Aufstieg durch Sloweniens Sieg in Schottland vertagt. Zum anderen ist der Auftritt gegen Nordmazedonien trotz dem klaren Sieg wie schon in den ersten drei Partien auch nicht ganz perfekt.
Die Startphase ist von zahlreichen Fehlpässen geprägt. Nordmazedonien präsentiert sich dagegen regelmässig gefährlich. Letztlich bleiben die Gäste aber ohne Tor – wie schon im gesamten bisherigen Kalenderjahr.
Anders die Schweiz: Noch vor der Pause profitiert Fabian Rieder von einem Geschenk von Visar Musliu und bringt die Nati in Führung. Nach dem Seitenwechsel nimmt Yakin zwei Wechsel vor – und plötzlich beginnt die Nati vor allem dank Joker Manzambi zu tanzen. Der Genfer bringt viel Schwung in die Partie. Allein zwischen der 45. und 60. Minute ist die Schweiz deutlich gefährlicher als in der gesamten ersten Halbzeit.
Letztlich ist es auch Manzambi, der nach einem weiteren Geschenk – diesmal vom nordmazedonischen Goalie – für die Vorentscheidung sorgt. Dan Ndoye macht schliesslich endgültig den Deckel drauf.
Die Tore
43. Minute, Fabian Rieder, 1:0. Amdouni setzt an der Eckfahne seinen Gegenspieler Alioski energisch unter Druck. Es folgt der Alioski-Pass zu Musliu, der dafür nicht bereit scheint. Rieder geht dazwischen und jagt die Kugel aus kurzer Distanz und spitzem Winkel unter die Latte.
73. Minute, Johan Manzambi, 2:0. Manzambi erhöht für die Nati! Und da kann sich der Villa-Star beim nordmazedonischen Goalie bedanken. Der Schuss fliegt zentral aufs Tor zu, doch Dimitrievski faustet dennoch am Ball vorbei.
81. Minute, Dan Ndoye, 3:0. Ndoye macht den Deckel drauf! Manzambi setzt die Nordmazedonier am eigenen Strafraum unter Druck, Ndoye luchst Gashtarov die Kugel ab und schiebt gekonnt ein.
Der Beste
Johan Manzambi. Kommt zur Pause für Sow und bringt deutlich mehr Dampf. Nordmazedonien-Keeper Dimitrievski ermöglicht ihm zur Belohnung sein siebtes Länderspieltor. Mit seinem Nachsetzen auch am dritten Tor beteiligt.
Der Schlechteste
Visar Musliu. Der Innenverteidiger schenkt der Schweiz mit seinem Mega-Bock den Führungstreffer.
Das gab zu reden
Vor allem in der ersten Halbzeit haben die Schweizer grosse Probleme, auf dem Luzerner Acker ihr Spiel aufzuziehen. Freuler verursacht in der Startphase mit einem missglückten Rückpass einen Eckball. Kurz darauf muss Mvogo unfreiwillig ins Dribbling gegen den anbrausenden Stürmer.
Die Schiris
Edgars Maļcevs aus Lettland erlebt genau wie VAR Tomasz Kwiatkowski aus Polen einen sehr entspannten Abend.
Die Fans
15'730 Fans erleben in der Thermoplan Arena eine sehr bescheidene erste Halbzeit. Nach der Pause gibt es dann etwas mehr Unterhaltung.
So gehts weiter
Die zwei abschliessenden Gruppenspiele dieser Nations-League-Kampagne finden Mitte November statt. Zunächst duelliert sich die Nati am 13.11. ein zweites Mal mit den Slowenen, wobei in Ljubljana ein Punktgewinn zum Aufstieg genügt. Drei Tage danach kommt es in St. Gallen zum Wiedersehen mit den Schotten.