Darum gehts
- Luzerns Rasen ist vor Slowenien und Nordmazedonien kritisch
- Nach dem Match FCL gegen GC wurden Fünfmeterraum und Strafraum teils ersetzt
- Yakin sagt, das Problem sei bekannt, St. Gallens Rasen sei dagegen ein sicherer Wert
Vor einer Woche ärgerte sich Murat Yakin (52) über den hohen Rasen in der Toše-Proeski-Arena in Skopje. Ausgerechnet vor dem ersten Nations-League-Heimspiel präsentiert sich nun aber auch der Platz in der Thermoplan Arena in Luzern in einem kritischen Zustand. «Der Platz in Luzern entspricht leider nicht den Standards, die wir uns wünschen und die sich die Spieler im Ausland gewohnt sind», teilt der Schweizerische Fussballverband (SFV) auf Anfrage mit.
Damit die beiden Nati-Auftritte gegen Slowenien und Nordmazedonien nicht in einem Grusel-Kick enden, wurden nach dem letzten Super-League-Spiel zwischen Luzern und GC mehrere Teile des Rasens neu verlegt. «Die Stadt Luzern und ein privates Unternehmen haben intensiv daran gearbeitet, die Rasenqualität zu verbessern», so der SFV. Auf einer Seite des Feldes musste der komplette Fünfmeterraum ausgetauscht werden, auf der anderen Seite ein Teil des Strafraums. Das Gleiche gilt für einen längeren Streifen entlang einer Seitenlinie. Die neuen Rasenstücke müssen allerdings erst noch richtig anwachsen.
Abschlusstraining findet auf Nebenplatz statt
«Das ist ja nichts Neues. Wir kennen dieses Problem in der Schweiz», sagt Yakin zu den Platzverhältnissen in Luzern. Schon zu seiner Zeit als FCL-Trainer zwischen 2011 und 2012 hätten Witterung und Temperatur der Unterlage regelmässig stark zu schaffen gemacht. Laut Verband hängt dies in Luzern auch mit der Rasentragschicht zusammen: Diese besteht aus Vulkangestein und nicht wie bei modernen Fussballplätzen üblich aus Sand.
Um den Rasen vor den zwei Heimspielen innerhalb von vier Tagen zu schonen, hat die Mannschaft das Abschlusstraining am Freitagvormittag auf einem Platz unmittelbar neben dem Stadion durchgeführt. Damit sich dieser für die Nati in einem möglichst guten Zustand befindet, weicht der FCL für seine Einheiten schon seit mehreren Wochen auf einen weiteren Rasen aus. Wie die Schweiz verzichtet auch Slowenien auf ein letztes Training. Stattdessen bereitet sich der Nati-Gegner in der Heimat auf die Partie vor.
Im Hinblick auf das letzte Nations-League-Heimspiel im November rechnet Yakin dagegen nicht mit Rasenproblemen. Schliesslich gebe es laut dem Nati-Coach ein Schweizer Stadion, in dem man sich nie Sorgen machen müsse. «In St. Gallen haben wir immer einen guten Platz», so Yakin. In Sitterstadion empfängt die Nati am 16. November im letzten Spiel Schottland.