Zwei Tage vor nächstem Spiel
Nati-Rasen in Luzern gleicht einem Acker

Gegen die defensiven Slowenen hat die Nati auf dem Luzerner Rasen immer wieder Probleme. Es bleiben zwei Tage, um die Unterlage wieder einigermassen in Schuss zu bekommen.
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Das Grüne in der Thermoplan Arena hat ordentlich gelitten.
Foto: Toto Marti
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Lucas WerderReporter Fussball

Es spricht für sie, dass sich die Schweizer nach dem 2:1-Heimsieg gegen Slowenien mit Kritik am Luzerner Rasen zurückhalten. «Es war nicht ganz einfach. Bei unserem Fussball passiert auf so einem Rasen der eine oder andere Fehler. Aber am Schluss muss man sich daran gewöhnen, schliesslich spielt der Gegner auf dem gleichen Platz», fasst Ardon Jashari zusammen.

Auch Johan Manzambi verliert kein schlechtes Wort über die Spielunterlage in der Thermoplan Arena. «Klar ist das schwierig. Aber wir sind Profis und wissen, dass die Plätze manchmal nicht so gut sind. Das darf keine Ausrede sein», so der offensive Mittelfeldspieler.

Die Wahrheit ist aber: Obwohl im Luzerner Stadion zuvor fast zwei Wochen weder gespielt noch trainiert worden ist, verwandelt sich das Feld innerhalb der 90 Minuten gegen Slowenien in einen Acker. Bei jeder Grätsche, jedem Richtungswechsel, sogar bei jedem längeren Pass lösen sich kleine Rasenstücke. Für den Ballbesitz-Fussball der Schweizer gegen einen tiefstehenden Gegner alles andere als ein Vorteil.

SFV schickt Platzspezialisten vor Ort

Schon vor der Partie hatte der Schweizerische Fussballverband erklärt, dass der Platz in Luzern nicht den Standards entspreche, die man sich für ein Länderspiel wünsche. Gemeinsam mit einem privaten Unternehmen hatte die Stadt Luzern in den vergangenen Tagen daran gearbeitet, die Rasenqualität zu verbessern. Dafür wurden sogar noch Teile des Rasens neu verlegt. Diese konnten in der verbleibenden Zeit aber nicht mehr richtig anwachsen.

Besonders ärgerlich, weil der SFV jeweils zwei Monate vor einem Länderspiel seinen Platzspezialisten Pierre-Yves Bovigny an den jeweiligen Spielort schickt. «Dieser erstellt mit dem Greenkeeper des jeweiligen Stadions einen Pflegeplan», schreibt der Verband. Das Ziel: den Rasen bestmöglich auf das Länderspiel vorzubereiten und optimale Spielbedingungen zu schaffen. Über die Entwicklung des Rasens werde danach mehrmals pro Woche Bericht erstattet.

Im Hinblick auf das Heimspiel am Dienstag gegen Nordmazedonien dürfte dieser nicht besonders positiv ausfallen. Schliesslich liegen dieses Mal zwischen zwei Spielen in Luzern nicht zwei Wochen, sondern nur zwei Tage.

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