Darum gehts
- Stéphane Chapuisat ist erfolgreichster Stürmer, der von Super League in Bundesliga wechselte
- Wie sich Embolo, Derdiyok und weitere Angreifer aus der Schweizer Liga schlugen
- Alessandro Vogt (21) folgt 2026 als neue Schweizer Sturmhoffnung
Wir schreiben das Jahr 1991. Der 21-jährige Stéphane Chapuisat wechselt für die damals hohe Summe von über einer Million Franken von Lausanne zum Bundesligisten Bayer Uerdingen und lanciert damit eine lange und erfolgreiche Karriere in Deutschland. Bei Borussia Dortmund reift er zum Star, gewinnt zwei Meistertitel und 1997 auch die Champions League.
Am Ende kommt «Chappi» auf 228 Spiele und 106 Tore in der Bundesliga – und diente damit vielen anderen Spielern aus der höchsten Schweizer Liga als Wegbereiter für eine Fussballkarriere in Deutschland. 35 Jahre später wird im kommenden Sommer mit Alessandro Vogt (21) die neue Schweizer Sturmhoffnung den Schritt in die Bundesliga wagen. In der jüngeren Vergangenheit hatten Vogts Vorgänger allerdings Mühe, sich in der Bundesliga nachhaltig durchzusetzen.
So lief es Super-League-Schweizern
Breel Embolo: Geht im Sommer 2016 für die Super-League-Rekordablöse von mehr als 25 Millionen Franken zu Schalke. Bei Königsblau kann der Youngster die hohen Erwartungen wegen Verletzungen – ein Knochenödem und ein Bruch des Sprunggelenks und des Wadenbeins setzen ihn lange ausser Gefecht – nie ganz erfüllen. 2019 wechselt er zu Gladbach. In insgesamt sechs Jahren macht Embolo 136 Spiele (32 Tore). Nach Chapuisat ist er der Schweizer Stürmer mit den meisten Bundesliga-Einsätzen.
Eren Derdiyok: Ist der Schweizer Stürmer mit den viertmeisten Einsätzen in der Bundesliga (127/27 Tore). 2009 überweist Leverkusen knapp 4 Mio. nach Basel. Nach einer starken ersten Saison (12 Ligatore) zeigt die Leistungskurve nach unten. Später wechselt er noch zu Hoffenheim, wird bei den Kraichgauern aber nicht glücklich.
Josip Drmic: Was wäre wohl gewesen, wenn der ehemalige FCZler nicht dermassen viel Verletzungspech gehabt hätte? Nach seinem Zwei-Millionen-Wechsel im Jahr 2013 schlägt Drmic bei Nürnberg voll ein. Doch bei Leverkusen kann er sich danach nicht durchsetzen, in Gladbach und Hamburg bremsen ihn Knieprobleme. Dennoch macht er 107 Spiele und erzielt 31 Tore.
Mladen Petric: Wechselt 2007 für rund 3,5 Mio. von Basel zu Dortmund. Verbringt dann aber vier seiner fünf Bundesliga-Jahre in Hamburg. In 128 Spielen gelingen dem Schweiz-Kroaten 51 Tore.
Marco Streller: Im Januar 2004 schliesst sich die Basel-Legende dem VfB Stuttgart an (Kostenpunkt ca. 3 Mio.), wird aber nie zum Stammspieler. Nach einem Leihjahr bei Köln kommt er in der Stuttgarter Meistersaison 06/07 auf 27 Einsätze. Insgesamt bestreitet Streller in viereinhalb Jahren 69 Spiele.
Adrian Knup: Folgt ein Jahr nach Chapuisat, wechselt von Luzern zu Stuttgart und spielt später noch für Karlsruhe. Nach 92 Spielen (31 Tore) und vier Jahren zieht es den 48-fachen Nationalspieler noch in die Türkei.
Nassim Ben Khalifa: Der U17-Weltmeister stösst 2010 mit viel Vorschusslorbeeren von GC zu Wolfsburg. Seinen einzigen Bundesliga-Kurzeinsatz absolviert er aber auf Leihbasis für Nürnberg.
Albian Ajeti: Der heutige Basler wechselt 2015 von St. Gallen nach Augsburg, kommt aber nur einmal als Joker zum Einsatz.
Mario Gavranovic: 2010 stösst er überraschend von Xamax zu Schalke und lanciert mit einem Tor in der Champions League seine Karriere. Durchsetzen kann er sich in der Bundesliga aber weder in Gelsenkirchen noch auf Leihbasis in Mainz und bleibt auf 15 Einsätzen sitzen.
So lief es Super-League-Ausländern
In den letzten Jahren haben zahlreiche ausländische Stürmer von der Super League den Sprung in die Bundesliga gewagt. Der erfolgreichste: Matheus Cunha. Der Brasilianer und heutige ManUtd-Star absolviert nach seinem 15-Millionenwechsel von Sion zu Leipzig (und später Hertha Berlin) von 2018 bis 2021 insgesamt 74 Bundesliga-Spiele.
Anderen Stürmern ist es weniger gut ergangen. Vom Trio Jordan Siebatcheu (2022 für 6 Mio. von YB zu Union Berlin), Wilfried Kanga (2022 für 5 Mio. von YB zu Hertha) oder Chris Bedia (2024 für 2 Mio. von Servette zu Union Berlin) spielt keiner mehr in der Bundesliga.
Während Siebatcheu über mehrere Saisons immerhin 75 Einsätze (9 Tore) vorweist, wurden Kanga und Bedia nach nur einer Saison von ihren Klubs wieder abgegeben – wobei Letzterer nach sieben Einsätzen und insgesamt 139 Spielminuten im Februar 2025 nur etwas mehr als ein Jahr nach seinem Abgang in die Super League zurückgekehrt ist.
Ein Szenario, das im Fall der Schweizer Sturmhoffnung Alessandro Vogt hoffentlich nicht eintreffen wird.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 29 | 34 | 68 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 29 | 8 | 42 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 29 | -16 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 29 | -14 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |




















