St. Gallen watscht Basel innerhalb von 20 Minuten ab
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Basel zurück im Krisenmodus
Lichtsteiners knallharte Start-Bilanz beim FCB

Stephan Lichtsteiner hat seine ersten zehn Spiele als FCB-Trainer hinter sich. Bislang kann er weder mit der sportliche Entwicklung des Teams noch mit seiner Aussendarstellung überzeugen.
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Schaut man nur auf die Zahlen, ist der Start von Stephan Lichtsteiner in Basel unbefriedigend.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stephan Lichtsteiner mit schwachem Start: FCB fällt auf Rang sieben
  • Basel kassiert mehr Tore, offensiv nur Schlusslicht schlechter
  • Tabellenplatz drei bleibt erreichbar, nur drei Punkte Rückstand
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Lucas WerderReporter Fussball

Zehn Spiele hat der FCB unter seinem neuen Trainer Stephan Lichtsteiner (42) absolviert, seit dieser Ende Januar die Nachfolge von Ludovic Magnin (46) übernommen hat. Auf eine Verbesserung der sportlichen Ergebnisse wartet man bislang vergeblich. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Ergebnisse

Die nackten Zahlen zum Lichtsteiner-Start: Drei Siege, ein Unentschieden und sechs Pleiten. Aus im Cup-Viertelfinal gegen St. Gallen, Aus in der Ligaphase der Europa League gegen Viktoria Pilsen. Im Schnitt kommt der neue FCB-Trainer damit auf einen Punkt pro Spiel. Deutlich zu wenig für die Ansprüche des Doublesiegers.

In der Super League liegen die Basler in der «Lichtsteiner-Tabelle» mit zehn Punkten aus acht Spielen nur auf Rang sieben. Wie weit der FCB der Konkurrenz hinterherhinkt, zeigt der Vergleich mit dem FC Thun. Seit Lichtsteiner im Amt ist, hat der Leader aus dem Berner Oberland (bei neun Spielen) 15 Zähler mehr eingefahren.

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Die einzige positive Nachricht aus Basler Sicht: Tabellenplatz drei, der sicher zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb berechtigt, ist weiterhin nur drei Punkte entfernt.

Die sportliche Entwicklung

In den letzten Spielen hat Lichtsteiner vom 4-2-3-1-System, in dem die Basler unter seinen Vorgängern Fabio Celestini und Ludovic Magnin aufgelaufen sind, auf ein 4-1-4-1 umgestellt. Gegen Lausanne und GC hat das defensiv für etwas mehr Stabilität gesorgt. In der Ostschweiz ist gegen einen deutlich besseren Gegner davon überhaupt nichts mehr zu sehen. Der vermeintliche Aufwärtstrend wirkt wie weggewischt.

In der Winterpause stellten die Basler noch die beste Abwehr der Liga. Seit Lichtsteiner übernommen hat, haben nur Lausanne, der FCZ und Winterthur mehr Tore kassiert als der FCB. Offensiv sieht es noch verheerender aus: Nur das abgeschlagene Tabellenschlusslicht hat weniger häufig getroffen als die Basler.

Was in den bisherigen Auftritten unter Lichtsteiner besonders auffällt: Bei gegnerischen Standards zeigt sich der FCB sehr anfällig. Gegen Luzern (2:4) kassierten die Basler nach einem Eckball auf die genau gleiche Art und Weise ein Gegentor wie einige Wochen zuvor gegen Pilsen. Gegen St. Gallen fiel das 0:1 ebenfalls nach einem Eckball, weil es im Rückraum komplett an Absicherung fehlte. Dass die Espen kurz darauf ausgerechnet gegen den FCB ihr erstes Freistoss-Tor seit zweieinhalb Jahren erzielten, passt ins Bild.

Die Aussendarstellung

Nach der Klatsche in St. Gallen reagiert Lichtsteiner genervt, als ihn Blick an der Pressekonferenz fragt, warum er nach Abpfiff sofort in der Kabine verschwunden sei. «Lustig, dass ich jede Aktion erklären muss. Wenn ich auf dem Platz bleibe, muss ich mich erklären, wenn ich gehe, muss ich mich erklären», so der FCB-Trainer. «Krass, dass das so interessiert, aber ich habe keine Antwort drauf. Sorry.»

Entschuldigen muss sich Lichtsteiner dafür nicht. Aber er scheint sich offenbar noch immer nicht ganz bewusst, dass seine Aussendarstellung als Trainer des FC Basel intensiver beäugt wird, als wenn er bei einem anderen Klub an der Seitenlinie steht. Oder aber er ist mit der Drucksituation in Basel schlicht komplett überfordert.

Mit seiner Rumpelstilzchen-Attitüde, die an Heiko Vogel erinnert, kommt Lichtsteiner auch bei vielen Fans alles andere als gut an. Vor zwei Wochen schnauzte er in Luzern Einwechselspieler Marin Soticek an der Seitenlinie an. Gegen GC lieferte er sich ein hitziges Wortgefecht mit Amir Abrashi, bei dem es nach Blick-Infos auch zu Beleidigungen gekommen sein soll.

Der Umgang mit den Spielern

Es gibt keine Zweifel, dass Lichtsteiner von seinen eigenen Ideen überzeugt ist. Und wenn eine davon vorsieht, Xherdan Shaqiri (34) auf den rechten Flügel zu stellen, dann zieht der FCB-Coach das genau so durch. Nur muss Lichtsteiner aufpassen, dass er es sich mit seinem Führungsspieler nicht verscherzt. Auch wenn Shaqiri in den letzten Wochen nicht gerade durch Laufleistung und Defensivarbeit aufgefallen ist, ist der Topskorer weiterhin der einzige Spieler im Basler Kader, der eine Partie im Alleingang entscheiden kann.

Dass Lichtsteiner aber offenbar keine Probleme damit hat, Führungsspieler auch mal auf die Bank zu setzen, zeigt das Beispiel von Dominik Schmid. Zwar ist der Vize-Captain vor einigen Tagen erstmals Vater geworden und hat darum einige Trainings verpasst. Dass der Dauerbrenner in der englischen Woche gleich zweimal in Folge nur als Joker zum Einsatz kommt, ist trotzdem aussergewöhnlich.

Was man Lichtsteiner aber zu gute Halten kann: Unter dem neuen FCB-Trainer haben mehrere junge Spieler ihre Chance bekommen. Im Sturmzentrum setzt er bedingungslos auf Giacomo Koloto (18). Und in der Abwehr sind mit Marvin Akahomen (18) und Moussa Cissé (22) zwei Spieler zu Startelf-Einsätzen gekommen, die unter Vorgänger Magnin nur eine Reservistenrolle innehatten. Allerdings gilt es auch festzuhalten, dass Lichtsteiner auf den Positionen von Koloto und Akahomen kaum vernünftige Alternativen zur Verfügung stehen.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
29
34
68
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
29
8
42
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
29
-16
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-14
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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