Diesem Gegenstand trauert Schmid besonders hinterher
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Im Joggeli-Feuer zerstört:Diesem Gegenstand trauert Schmid besonders hinterher

Nach Garderobenbrand
FCB-Verteidiger Schmid erklärt Basler Schuhproblem

Der Brand in der FCB-Garderobe hat neben Trikots und Bällen auch Hunderte von Fussballschuhen zerstört. Vize-Captain Dominik Schmid verrät, warum sich die Beschaffung eines Ersatzmodells als kompliziert herausstellt.
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Trainer Stephan Lichtsteiner leitet die erste Trainingseinheit seit dem Garderobenbrand im St. Jakob-Park.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FCB-Kabinenbrand zerstört 20 Räume: Spieler trainieren auf Ersatzgelände in Alltagskleidung
  • Dominik Schmid verlor 25 Paar Schuhe, darunter Spezialanfertigungen mit Loch
  • FC Sion-Spiel am 26. April geplant
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Lucas WerderReporter Fussball

Für Stephan Lichtsteiner (42) ist es keine grosse Umstellung. Schliesslich kennt der FCB-Trainer die Büros auf dem Nachwuchscampus bereits aus seiner Zeit als Trainer der Basler U17. Aufgrund des Kabinenbrands wird er nun aber auch als Coach der Profi-Mannschaft vorübergehend in den Räumlichkeiten auf der Brüglinger Ebene einziehen.

Am Montagnachmittag stehen Lichtsteiner und seine Spieler das erste Mal seit der Spielabsage gegen den FC Thun wieder auf dem Platz. Es ist kurz vor halb zwei, als die ersten Spieler auf dem Campus eintreffen. Wie üblich legen sie die paar Hundert Meter zwischen Stadion und Trainingsgelände mit dem Velo zurück. Nur dieses Mal in Alltagskleidung statt in Fussballausrüstung. Diese ist wie so vieles den Flammen und dem Russ zum Opfer gefallen.

«Wir Spieler sind am Samstagmorgen im Mannschafts-Chat darüber informiert worden, dass die Garderobe bis auf Weiteres nicht mehr zugänglich ist. Eine Stunde später kam dann die Nachricht, dass das Spiel aufgrund eines Brandes abgesagt wurde», erzählt Dominik Schmid.

Schmid mit absichtlichem Loch im Schuh

Für ihn und seine Teamkollegen sei die Nachricht «ein grosser Schock» gewesen. «Ich weiss nicht, ob man als aussenstehende Person nachvollziehen kann, wie viel so eine Kabine für uns Spieler bedeutet. Das ist wie ein zweites Zuhause, wir verbringen dort manchmal sieben Tage in der Woche», so Schmid. Er selbst habe durch den Brand neben Toilettenartikeln und Kleidern rund 20 Paar Fussballschuhe und fünf Paar Laufschuhe verloren.

Sich für das Spiel gegen Thun einfach kurzfristig im Laden ein neues Paar zu kaufen, sei keine Option gewesen. «Wir haben viele unterschiedliche Schuhe, die wir für Trainings und Spiele benutzen. Gewisse Spieler haben ihre Schuhe monatelang eingetragen. Andere haben Spezialanfertigungen oder Einlagen, die im Laden gar nicht erhältlich sind», erklärt der Basler Vize-Captain.

Auch Schmids Schuhwerk war eine Sonderanfertigung. Der Linksverteidiger hatte sich im letzten Spiel vor der Winterpause den kleinen Zeh gebrochen und spielte deshalb zuletzt mit einem kleinen Loch im Schuh. «Daran hat sich der Schuh in den letzten Wochen perfekt angepasst.»

Eine weitere Schwierigkeit: Schmid hat einen eigenen Schuhausrüster. Von diesem hat er bislang noch kein neues Modell erhalten. «Ich habe zu Hause noch ein ganz altes Paar von einer anderen Marke gefunden. Mein Ausrüster meinte, dass ich ausnahmsweise damit trainieren dürfe», verrät er.

Shaqiri trainiert in weissen Schuhen

So weit kommt es aber nicht. «Ich hatte Glück und habe im Sportgeschäft genau mein Modell in meiner Grösse gefunden», so Schmid. Weniger Glück hatte offenbar Xherdan Shaqiri (34). Der FCB-Captain trainiert am Montag in ungewohnt weissen Schuhen. Und auch im Fall von Schmid gibt es etwas, das er noch nicht ersetzen konnte: seine Schienbeinschoner. «Ich hatte, seit ich vor zwölf Jahren Profi geworden bin, die gleichen. Eine Spezialanfertigung mit Familienfotos», sagt er.

Immerhin können er und seine Mitspieler beim ersten Training nach dem Kabinenbrand wieder auf ihre Trainingsausrüstung zurückgreifen. «Die grösste Herausforderung der vergangenen zwei Tage war es, den Trainingsbetrieb wieder sicherzustellen», sagt Medienchef Simon Walter. Trikots, Hosen und Jacken konnte man durch Restbestände aus Fanshop und Nachwuchs ersetzen. Bei den Bällen, die von der SFL zur Verfügung gestellt werden, musste der FC Aarau aushelfen. «Diese waren in der benötigten Menge nicht im Handel erhältlich. Darum ein grosses Dankeschön an Aarau», so Walter.

FCB zuversichtlich für Sion-Spiel

Während die neuen Spielgeräte bei garstigen Bedingungen auf dem FCB-Campus zum ersten Mal zum Einsatz kommen, laufen in den Katakomben des St. Jakob-Parks weiterhin die Ermittlungen. Erst wenn diese abgeschlossen sind, kann der FCB mit der Räumung des Bereichs beginnen.

Die Zeit drängt allerdings. Am 26. April treffen die Basler zu Hause auf den FC Sion. «Stand jetzt gehen wir davon aus, dass das Spiel stattfinden kann», sagt Walter. Ob die Zeit tatsächlich ausreicht, lässt sich allerdings erst sagen, wenn das genaue Ausmass des Schadens feststeht.

Gebrannt hat es vor allem im Saunabereich, dort wo das Feuer ausgebrochen ist. Derzeit geht man beim FCB von einem technischen Defekt aus. Der Grossteil des betroffenen Bereichs, darunter auch die Mannschaftsgarderobe, sind nicht durch die Flammen, sondern durch den entstandenen Rauch zerstört worden. Insgesamt sind um die 20 Räume betroffen. Darunter Materialräume, Team-Manager-Office, Physiobereiche, Sanitäranlagen und das Trainerbüro von Stephan Lichtsteiner.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
2
Servette FC
Servette FC
33
0
40
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
4
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
Relegation Play-Offs
Abstieg
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