«Das beste an der Saison ist die Verpflichtung von Marcel Koller»
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FCZ-Spielzeit des Grauens:«Das beste an der Saison ist die Verpflichtung von Koller»

Nach der Bilanz des Grauens
Das muss der FCZ vor der neuen Saison dringend ändern

Was beim FCZ im letzten Jahr falsch gelaufen ist, ist schnell aufgezählt: Fast alles. Nach einer Saison des Grauens muss der Klub transparent werden.
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Auf dem Feld herrschte oft die grosse Leere. Symbolbild für eine missratene FCZ-Saison.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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Florian RazReporter Fussball

Zwei gute Dinge kann man über die abgelaufene Saison des FC Zürich sagen. Erstens ist sie vorüber. Und zweitens muss man gar nicht lange analysieren, was schlecht gelaufen ist. Die Antwort auf die Frage lautet: Eigentlich alles – bis auf den Aufstieg von Silas Huber (20) zur neuen Nummer 1.

Kurz zusammengefasst: Mit dem falschen Sportchef – Milos Malenovic (41) – in die Saison gestartet und diesen Fehler zu spät korrigiert. Danach mit dem falschen Trainer – Dennis Hediger (39) – in die Rückrunde gestartet und diesen Fehler zu spät korrigiert. Obendrauf ein Kaderumbau im Winter, der wirkte, als wolle jemand sein löchriges Gummiboot mitten in den Stromschnellen der Lütschine mit Klebstreifen reparieren.

Koller kennt die Fahrt auf der emotionalen Achterbahn

Immerhin haben die Zürcher schon früh damit begonnen, die neue Saison zu planen. Mit Marcel Koller (65) kommt ein erfahrener Trainer, der garantiert auf eine gewisse Qualität im Kader pochen wird. Dass er in unruhigen bis leicht irren Umfeldern funktionieren kann, hat er längst bewiesen. Köln, Österreichs Nationalteam, Basel, Al-Ahly in Kairo – alles Arbeitsstätten, die gerne auf der emotionalen Achterbahn fahren. Das wird ihm bei seiner Arbeit im Home of FCZ helfen.

Natürlich ist das Kader entscheidend dafür, wie die kommende Saison sportlich verlaufen wird. Der Transfersommer wird höchst anspruchsvoll. Aber der FCZ hat noch eine andere Baustelle, die er dringend angehen muss: die Position von Dino Lamberti (56).

Lamberti arbeitet offiziell im Mandat für die Zürcher. Gleichzeitig ist er immer noch Spieler- und Trainerberater. Unter anderen zählen Trainer Koller und Captain Lindrit Kamberi (26) zu seinen Klienten. Eine Situation, in der Ancillo Canepa (73) partout kein Problem sehen will. Laut dem FCZ-Präsidenten werden alle Interessen strikt getrennt.

Auf welcher Seite des Tischs sitzt Lamberti?

Aber wie muss man sich das vorstellen? Verhandelt der FCZ mit einem Lamberti-Klienten, sitzt Lamberti dem FCZ als Gegenpartei vis-à-vis. Verhandelt der FCZ mit einem neuen Linksverteidiger, sitzt Lamberti aber als FCZ-Vertreter mit am Tisch? Wobei Lamberti-Klient Koller als Cheftrainer vermutlich auch noch ein Wörtchen mitzureden hat.

Und in welcher Funktion ist Lamberti bei den Heimspielen jeweils Gast des Präsidentenpaars in der Loge? Als FCZ-Berater, als Spielerberater, als Trainerberater – oder als Privatperson, die einfach gerne Fussball guckt?

Es ist offensichtlich, dass die Konstellation höchst problematisch ist. Und darum muss sie endlich klar geregelt werden. Der Anhang des FCZ ist leidgeprüft und treu. Aber die Supporter haben in der jüngeren Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass es ihnen wichtig ist, wie ihr Verein geführt wird. Von wem er geführt wird. Und wie er gegen aussen auftritt.

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Auch darum brauchen die Zürcher Klarheit in der sportlichen Führung. Damit jemand hinstehen und die FCZ-Sicht erklären kann. Alessandro Mangiarratti (47) ist seit Januar Technischer Direktor. Er wäre kommunikativ und intellektuell in der Lage, die Zürcher gegen aussen zu vertreten. Aber er schweigt seit seinem Amtsantritt.

Laut Stellenbeschrieb ist Mangiarratti vielleicht gar nicht der Richtige, um die Zusammenstellung der 1. Mannschaft zu erörtern. Das wäre vermutlich Dino Lamberti. Aber der redet ebenfalls nicht.

Über allem steht der anstehende Verkauf der Aktien. Heliane und Ancillo Canepa suchen ihre Nachfolger. Wer etwas verkaufen will, sollte etwas Hübsches, Aufgeräumtes in der Auslage liegen haben. Und nicht ein undefinierbares Kuddelmuddel mit einem leichten Geschmäcklein. Auch darum muss das Präsidentenpaar für klare Verhältnisse sorgen.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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