«Der FCZ hat kein Geld, um das Team zu verstärken»
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Mässiger Saisonstart in Zürich:«Der FCZ hat kein Geld, um das Team zu verstärken»

Mittelfeldspieler im Visier
Geht doch noch was beim FCZ? Antworten auf die drängendsten Fragen

Stadtrivale GC wittert dank seiner Transfers Morgenluft. Aber der FC Zürich will für einmal den Spielern vertrauen, die schon da sind. Ausnahme: Ein Zentrumsspieler wird umworben.
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Florian RazReporter Fussball

Der Stadtrivale hat es getan: Vier Neuzugänge haben die Grasshoppers in den letzten Tagen präsentiert. Ein klein wenig wächst auf dem Campus der Glaube daran, dass in dieser Saison eine Platzierung vor dem FC Zürich in Griffweite sein könnte.

Und was macht der FCZ? Fast nichts. Mittelfeldspieler Kevin Spadanuda (29) und Heinz Lindner (35) als Nummer 2 im Tor wurden geholt. Fertig. Reicht das, um durch die Saison zu kommen? Fünf Antworten auf drängende Fragen zur FCZ-Kaderplanung.

1

Geht noch etwas auf dem Transfermarkt?

Ja. Aber wenig. Geht alles nach Plan, wird der FCZ noch einen Zentrumsspieler verpflichten, der Erfahrung und Punch ins Mittelfeld bringen soll. Noch könnte der Deal allerdings scheitern, weil der anvisierte Profi einen laufenden Vertrag bei einem anderen Klub hat.

Das wäre es dann aber auch mit Transfers, die als sofortige Verstärkung durchgehen. Vielleicht kommt noch ein junger Ausländer, der aber ein Ausbildungsprojekt wäre.

Auf der Abgangsseite ist ein Transfer von Stürmer Philippe Kény (27) noch immer möglich. Wenn der Deal für den Spieler sportlich und für den FCZ finanziell Sinn macht.

2

Warum bleibt der FCZ so passiv?

Erstens ist der Klub finanziell nicht auf Rosen gebettet. Die geschätzten neun Millionen Franken, die im Sommer für Cheveyo Tsawa (19), David Vujevic (19) und Daniel Denoon (22) hereingekommen sind, stopfen bloss die Löcher der jüngeren Vergangenheit.

Zweitens will der FCZ nach all den Umbrüchen der letzten Jahre nicht noch einmal alles auf den Kopf stellen. Motto: Irgendwann braucht es auch mal Ruhe, um etwas aufbauen zu können.

3

Reicht die Qualität des Kaders?

Als Marcel Koller (65) von Blick gefragt wird, ob er sich nicht noch den einen oder anderen Zuzug wünschen würde, sagt er mit einem Lachen: «Also, wenn du mich jetzt so fragst, ob ich noch jemanden will …» Aber der FCZ-Trainer macht schnell klar: «Wir wussten, dass es schwer wird, drei, vier Neue mit hohem Marktwert zu holen. Wir arbeiten mit denen, die da sind und wollen die besser machen.»

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Das Präsidenten-Paar Heliane und Ancillo Canepa nehmen einen Check der Liga entgegen für die meisten Einsatzminuten junger Schweizer Spieler in der Vorsaison.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Die FCZ-Wette lautet, dass die jungen Spieler im Kader ihr Talent beweisen und an der Herausforderung wachsen. Dass das nicht für die Top-Sechs reichen dürfte, ist nicht erst seit der 0:5-Klatsche in Lugano ein offenes Geheimnis. Intern geht man von einer Saison der Stabilisierung aus, durch die sich der FCZ beissen muss.

4

Was ist mit den Ladenhütern?

Jorge Segura (29) hat noch einen Vertrag bis 2028, Chris Kablan (31) einen bis 2027. Trotzdem sind die beiden Verteidiger bislang keine Sekunde auf dem Feld gestanden. Trainer Koller sagt über ihre Einsatz-Chancen: «Die einzige Möglichkeit sich aufzudrängen, ist auf dem Trainingsplatz. Es bringt nichts, ständig bei mir im Büro zu sitzen.»

Gemäss dem FCZ-Trainer steht es zwar beiden frei, sich ins Team zu kämpfen. Es ist aber kein Geheimnis, dass der FCZ schon nur aus Budgetgründen vor allem Segura nur allzu gerne von seiner Lohnliste streichen würde.

5

Wird das Tafelsilber verscherbelt?

Dass der talentierte Mittelfeldspieler Tsawa nicht mehr zu halten sein würde, war länger klar. Etwas überraschender kam der Abgang von Innenverteidiger Vujevic zu Carrarese Calcio. Und nun wird gemäss Blick-Informationen auch Offensivspieler Parfait Coulibaly (17) den FCZ verlassen.

Coulibaly wurde im November 2024 zum ersten Spieler mit dem Jahrgang 2009 mit einem Einsatz in der Super League. Er war damals 15 Jahre, 10 Monate und 7 Tage alt. Und damit der drittjüngste Spieler der FCZ-Geschichte.

Verkaufen die Zürcher also ihr Tafelsilber? Es wirkt eher so, dass sie sich von Spielern trennen, denen in der jüngeren Vergangenheit zu viel versprochen wurde und die an einem anderen Ort einen Neuanfang suchen. Dass dabei noch etwas Geld für die klammen FCZ-Kassen abfällt, spricht für die nach wie vor gute Arbeit im Nachwuchsbereich.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
3
9
9
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
3
8
7
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
3
2
7
4
FC Sion
FC Sion
3
2
6
5
FC Basel
FC Basel
3
2
6
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
3
1
5
7
Servette FC
Servette FC
3
-1
3
8
FC Zürich
FC Zürich
3
-5
3
9
FC Thun
FC Thun
3
-6
3
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
3
-4
1
11
FC Luzern
FC Luzern
3
-5
1
12
FC Vaduz
FC Vaduz
3
-3
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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