Beim FC Thun ist aktuell der Wurm drin. Seit vier Spielen konnte der Schweizer Meister nicht mehr gewinnen, die letzten drei gingen gar verloren. Beim 2:4 gegen Servette leisten sich die Thuner zu viele leichtsinnige Fehler.
Weil mit Captain Marco Bürki – wegen einer unnötigen Roten Karte gegen GC – ein wichtiges Puzzlestück gesperrt fehlt, muss Trainer Gian-Luca Privitelli seine Abwehr umbauen. Diese hat gleich zu Beginn grosse Probleme. Bereits nach 30 Sekunden leistet sich Jan Bamert einen Fehlpass, der beinahe zum 1:0 genutzt wird.
Zu viele Fehler
Nur drei Minuten später stehen Bamert und Bürki-Ersatz Nicolas Bürgy erneut im Fokus. Nach Problemen in der Abstimmung kommt Kingstone Mutandwa an den Ball und netzt zur Führung ein. Es bleibt nicht der einzige Fehler an diesem Abend – von der gesamten Mannschaft.
«Momentan ist es enorm bitter und brutal. Jeder kleine Fehler wird gnadenlos bestraft. Wir müssen das Tor besser verteidigen», sagt Nils Reichmuth nach der Partie. Angesprochen auf das Fehlen von Bürki sagt der Flügel: «Klar ist Marco Bürki enorm wichtig für uns. Er ist ein Führungsspieler und Leader. Aber das ist jetzt halt so. Er fehlt uns, aber wir haben genug Spieler, die ihn ersetzen können.»
Die Ruhe des Captains fehlt den Berner Oberländern aber enorm und kann gegen Servette nicht kompensiert werden. Die Sperre schmerzt also nicht nur wegen der Abwesenheit gleich doppelt.
Privitelli ist froh um Natipause
Auch Goalie Niklas Steffen ist unzufrieden mit dem Gezeigten: «Wir haben in der Startphase etwas geschlafen und die Abstände haben nicht gestimmt.» Das müsse man jetzt dringend verbessern und anschauen, so der Schlussmann. Es sind Worte, die man zuletzt immer wieder gehört hat bei den Thunern. Wie gegen GC ist man über weite Strecken das bessere Team, am Ende steht man aber trotzdem mit leeren Händen da.
Die Baisse hat natürlich Auswirkungen auf die Tabellensituation. Plötzlich sind die Thuner auf dem drittletzten Platz abgerutscht und können mit einer Niederlage gegen Vaduz am Wochenende gar noch weiter zurückfallen.
Grund zur Sorge bei Trainer Privitelli? Überhaupt nicht. «Im Moment ist das kein Thema für uns. Wir haben dreimal okay gespielt und gemerkt, dass wir nicht schlechter als diese Teams sind.» Sie seien jetzt froh, dass nach den intensiven Wochen die Natipause anstehe: «Wir werden ein paar Tage frei machen und werden ein Testspiel bestreiten. Ebenfalls können wir endlich mal ein paar Trainings absolvieren.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 8 | 16 | 22 | |
2 | FC Sion | 8 | 9 | 18 | |
3 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | Servette FC | 8 | -1 | 10 | |
6 | FC St. Gallen | 8 | -5 | 10 | |
7 | FC Zürich | 8 | -6 | 10 | |
8 | FC Luzern | 8 | -5 | 9 | |
9 | Grasshopper Club Zürich | 8 | -7 | 8 | |
10 | FC Thun | 8 | -9 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |
