Darum gehts
- Marco Bürki von FC Thun schlug Gegner mit Ellenbogen ins Gesicht
- Dritte Rote Karte in neun Spielen, vier Spiele Sperre und Busse
- Bürki entschuldigt sich und will aus den Fehlern lernen
Eines muss man Thun-Captain Marco Bürki (33) lassen: Der Innenverteidiger steht für seine Fehler ein. Am Samstagabend liess sich Bürki zu einer Tätlichkeit hinreissen. In der 38. Minute schlug er seinem Gegner den Ellenbogen ins Gesicht und wurde dafür vom Platz gestellt. Bereits direkt nach dem Spiel trat Bürki vor die Medien und sprach von einer «dummen Aktion».
Auch als Blick drei Tage danach mit dem 33-Jährigen spricht, bleibt er bei dieser Beschreibung: «Es gibt keine Entschuldigung und Ausreden für das, was ich getan habe. Es war eine dumme Aktion, die ich aber nicht bewusst gemacht habe. Ich wollte den Spieler auch nicht verletzen.»
In der Situation sei alles sehr schnell gegangen und er habe gar nicht wirklich darüber nachdenken können, versucht Bürki seinen Aussetzer zu erklären, stellt aber klar: «Ich habe meine Schlüsse daraus gezogen.» Es ist bereits seine dritte Rote Karte innert neun Partien – insgesamt sah Bürki sieben Mal glatt Rot.
Im vorletzten Ligaspiel der vergangenen Spielzeit streckte er YB-Juwel Alvyn Sanches ebenfalls mit dem Ellenbogen nieder. Weil er danach auch noch auf den Flügel getreten ist, brummte ihm die Liga eine saftige Sperre von sechs Spielen auf. In der Champions-League-Quali flog Bürki im Rückspiel gegen Zagreb nach einer Notbremse.
Rolle im Team bleibt gleich
Für den Verteidiger ist aber klar, dass man diese Karten nicht gleichsetzen könne: «Nüchtern betrachtet kann man das machen. Für mich ist das nicht so. Sowohl gegen YB als auch Zagreb war es eine andere Situation.» Trotzdem fehlt Bürki erneut. Für vier Spiele zieht ihn die Liga aus dem Verkehr – etwas, was Bürki sehr wurmt. «Ich verlange viel von mir und bin mein härtester Kritiker. Ich will unbedingt daraus lernen. Da ist mir die Meinung des Trainers, des FC Thun und meiner Familie sehr wichtig», so Bürki. Als zusätzliche Strafe wird er auch noch eine Busse erhalten.
Mit den Verantwortlichen bei Thun habe er Gespräche geführt. «Ich habe mich vor dem Team, dem Trainer und dem Präsidenten entschuldigt», zeigt sich der Berner reumütig. Er sei sich bewusst, dass er als Captain eine Vorbildfunktion habe. Sein Amt sieht er derweil nicht gefährdet: «Ich wurde als Captain Schweizer Meister. Ich nehme auch meine Rolle nicht anders wahr. Ich kann es nicht rückgängig machen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ein Spieler mir das lange vorhalten wird.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 7 | 13 | 19 | |
2 | FC Sion | 8 | 9 | 18 | |
3 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 7 | -2 | 10 | |
6 | FC Zürich | 8 | -6 | 10 | |
7 | FC Luzern | 8 | -5 | 9 | |
8 | Grasshopper Club Zürich | 8 | -7 | 8 | |
9 | Servette FC | 7 | -3 | 7 | |
10 | FC Thun | 7 | -7 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |

